Die Vorzeichen sind klar. Der FC Chelsea geht als hoher Favorit in das Halbfinale der Uefa Conference League gegen den schwedischen Erstligisten Djurgardens IF. Das Hinspiel in Stockholm gewann der Londoner Klub bereits mit 4:1. Sollten sich die Blues erwartungsgemäß gegen den Underdog durchsetzen, werden sie auch im Finale gegen Betis Sevilla oder die AC Florenz (Hinspiel: 2:1 für Betis) bei den Buchmachern vorne liegen.
Für Jadon Sancho wäre es der erste Europacup-Triumph in der mittlerweile schon über acht Jahre währenden Profikarriere. Eigentlich überfällig für einen derart begabten Kicker, der im Januar 2017 zu Borussia Dortmund stieß und die Bundesliga-Verteidiger in den Folgejahren reihenweise schwindelig spielte. Schnell dribbelte sich der Engländer zum Kandidaten für die ganz großen Klubs.
Sancho bei Manchester United: Ein Missverständnis
Groß sind sie tatsächlich, jene Klubs, für die Sancho bislang im Einsatz war. Wirklich glücklich wurde er aber nur beim BVB. Vom Ruhrpott-Riesen wechselte der Flügelstürmer 2021 für eine Ablöse von 85 Millionen Euro zu Manchester United. Dort lief es überhaupt nicht. Erst spielte er nicht gut, dann verkrachte er sich mit United-Trainer Erik ten Hag. Ein klassisches Missverständnis.
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Nach einem halbjährigen Gastspiel in Dortmund, das beinahe mit dem Titel in der Champions League zu Ende gegangen wäre, wurde Sancho im vergangenen Sommer erneut verliehen, diesmal an Uniteds Premier-League-Rivalen FC Chelsea. In dem Deal war eine Kaufpflicht verankert. Heißt: Die Blues müssen den gebürtigen Londoner im Sommer fest unter Vertrag nehmen.
Sportlich läuft es für Sancho in seiner Geburtsstadt besser als in Manchester, wenn auch nicht herausragend. Die drei Tore und fünf Vorlagen in 28 Ligaspielen sind weit entfernt von den Zahlen, die er einst als Jungspund beim BVB auflegte. Ansehnlich Sanchos Quote in der Conference League: Fünf Vorlagen und ein Treffer in sechs Partien.
BVB-Gerüchte um nächste Sancho-Rückkehr
Wirklich berauschend waren die Leistungen trotzdem nicht, deshalb ist aus England zu vernehmen, dass Chelsea einen direkten Weiterverkauf planen soll. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich Sancho, dessen Karriere in Manchester in der Sackgasse steckte, mit den Leihen in Dortmund und London ein Stück aus dem Dauertief herausgearbeitet hat.

So bleibt der 23-fache englische Nationalspieler ein für viele Klubs interessanter Spieler - auch für den BVB. Und andersrum soll Sancho noch immer von den Schwarz-Gelben schwärmen, heißt es. Dortmund, so berichtete die Bild, soll gar eine Art Sehnsuchtsort und damit eine ernsthafte Wechseloption für den Angreifer sein.
Deshalb und weil die Borussia mit Jamie Gittens einen wiederum für Chelsea hochspannenden Spieler mit ähnlichem Profi in seinen Reihen hat, wird aktuell munter über ein weiteres Sancho-Comeback beim BVB spekuliert. Ob es dazu kommt, wird am Ende auch davon abhängen, wer in Dortmund ab Sommer die Transfers verantwortet und wie viel Geld durch eine etwaige Europapokal-Teilnahme zur Verfügung steht.




