Bereits vor Monaten sind DFB-Pokalträume von Borussia Dortmund geplatzt. Mit einer Niederlage gegen den VfL Wolfsburg hatte sich der BVB bereits in der zweiten Runde verabschiedet. Und dennoch werden die Verantwortlichen ganz genau hingeschaut haben, als in dieser Woche das Halbfinale ausgespielt wurde.

Ob sie sich beim sensationellen Sieg von Arminia Bielefeld über Bayer Leverkusen (2:1) mit dem Drittligisten freuten, ist allerdings fraglich. Denn der unerwartete Coup der Ostwestfalen könnte sich ebenso wie der Sieg des VfB Stuttgart gegen RB Leipzig (3:1) auf die Verteilung der Europapokal-Startplätze in der Bundesliga auswirken – zu Ungunsten des BVB.

Pokal-Ergebnisse verschlechtern Europapokal-Chancen des BVB

Aktuell belegt die Mannschaft von Trainer Niko Kovac den zehnten Tabellenplatz. Um noch ins internationale Geschäft einzuziehen, müsste sie mindestens Sechster werden. Platz sieben reicht ebenfalls, falls der DFB-Pokalsieger bereits für die Champions League oder Europa League qualifiziert ist. Doch durch das Ausscheiden von Bayer Leverkusen und RB Leipzig sind die Chancen auf einen siebten Startplatz arg gesunken.

BVB-Trainer Niko Kovac peilt eine Aufholjagd an.
BVB-Trainer Niko Kovac peilt eine Aufholjagd an.© AFP | Uwe Kraft

Denn Leverkusen kann bereits sicher mit einer Europapokal-Teilnahme planen, Leipzig befindet sich als Sechster in einer deutlich besseren Position als Stuttgart, das einen Zähler hinter Dortmund auf Rang elf steht. Der BVB müsste jetzt hoffen, dass der VfB den Pokal gewinnt und zugleich die Liga auf einem der ersten sechs Plätze abschließt. Dann würden die Borussen auch als Siebter in die Conference League einziehen.

Ob den Schwaben dies gelingt? Mehr als fraglich. „Wir können es sowieso nicht beeinflussen“, sagte Kovac, als er am Donnerstag in der Pressekonferenz vor dem Gastspiel beim SC Freiburg auf das Thema angesprochen wurde. „Jeder hat gedacht, dass Leverkusen gewinnt. Aber so geht es im Fußball. Wir dürfen nicht auf die anderen schauen. Wichtig ist, dass wir unsere Spiele gewinnen.“

Derzeit beträgt der Rückstand des BVB auf Platz sechs vier Punkte. In Freiburg winken Big Points im Kampf um die Europapokal-Quali: Die Breisgauer stehen auf Rang sieben, so dass Dortmund bis auf einen Punkt heranrücken und zugleich einen direkten Konkurrenten schwächen kann. Nicht förderlich: Kovac muss auf mehrere Defensivspieler verzichten.

BVB: Champions-League-Sieg als Hintertür

Dass der Revierklub das vor der Saison formulierte Ziel – die Teilnahme an der Champions League – erreicht, ist derweil ausgesprochen unwahrscheinlich. Dafür müsste er einen sieben Punkte Rückstand aufholen. Und dennoch bleibt eine Hintertür. Gewinnt der BVB die Königsklasse, qualifiziert er sich dadurch für die kommende Ausgabe.

Was noch drin ist für die Dortmunder in dieser Saison, das werden die anstehenden Partien zeigen. Nach dem Freiburg-Spiel steht das Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona (9./15. April) und das Ligaspiel beim FC Bayern (12. April) an.

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