Es wird ruhig um die Ultragruppierungen. Eine Zaunfahne wird über die Köpfe der Anhänger gestülpt. Nach kurzer Zeit hüpfen immer wieder maskierte Personen unter der Fahne hervor. Sie verteilen sich im Block und nach einem lauten Knall steigt der erste Rauch in die Luft empor.
Die Fangesänge setzen wieder ein und hallen durch die Ränge des Stadions. Mittlerweile ist der gesamte Block der Ultras im Nebel verschwunden. Allein ein paar brennende rote Punkte sind für die restlichen Zuschauer zu erkennen. Dass Pyrotechnik in den deutschen Stadien gezündet wird, ist keine Seltenheit. Im Gegenteil ist es fast schon üblich, dass das Spielfeld im grauen Nebel verschwindet, der Schiedsrichter zur Pfeife greift und die Begegnung unterbricht.
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Die Konsequenz: Der Deutsche Fußballbund verhängt eine Geldstrafe für die betreffenden Vereine. In der aktuellen Saison liegt Borussia Dortmund mit 89.250 Euro auf Platz sieben von 16 Erstligisten, deren Fans bislang straffällig geworden sind. Dies geht aus den Urteilen des DFB-Sportgerichts hervor. Der VfL Bochum bekleidet Rang zehn (53.200 Euro). In der zweiten Liga steht der FC Schalke 04 bei 23.700 Euro. Im Ranking bedeutet dies Rang 13 von 17 Zweitligisten.
100.000 Euro für Bayerns-Pyroshow bei Borussia Dortmund
Auf Platz eins thront, wie auch in der Fußball-Bundesliga, der FC Bayern München mit 252.000 Euro an gesammelten Strafen, dicht gefolgt von Union Berlin (246.000 Euro). Erst in den vergangenen Tagen eroberten die Münchener die Führung im Strafenkatalog. In Dortmund vergangenen Jahres wurde in der ersten Hälfte sowie nach der Pause Pyrotechnik gezündet, was nun eine Strafe von 100.000 Euro nach sich zog.
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Der BVB wurde in dieser Spielzeit dreimal zur Kasse gebeten. Der Verein muss von der Gesamtsumme rund 29.400 Euro selbst bezahlen. Zuletzt sprach der DFB eine Strafe gegen die Dortmunder ebenfalls nach der Hinrundenpartie gegen die Bayern aus. Die Höhe des Vergehens betrug allerdings nur ungefähr die Hälfte im Vergleich zu der Münchener-Strafe.
Karlsruher SC führt Zweitliga-Ranking an, Schalke im Mittelfeld
Für den VfL ergab sich der Großteil der Summe aus der Pyroshow im Signal-Iduna-Park im Hinspiel gegen die Borussia. 40.000 Euro kostete das minütige Rauchvergnügen der Bochumer Fanszene. Die Rede war von 23 pyrotechnischen Gegenständen. Der Klub selbst muss bislang 16.600 Euro bezahlen. Gar nicht straffällig wurden die Anhänger der TSG Hoffenheim und RB Leipzig.

In Liga zwei liegt der Karlsruher SC vorn, gefolgt von Köln, Hamburg und Hannover. Noch keine Strafen kassierte bislang die SV Elversberg. Die Schalker wurden zuletzt für das Zündeln von Feuerwerkskörpern im Hinspiel gegen Preußen Münster bestraft. Zum jetzigen Zeitpunkt verhielten sich die Schalker-Ultras milder als im Vergleich zur Vorsaison. Dort lagen sie am Ende bei 174.900 Euro. Die Urteile des DFB aus dem März beinhalteten Vergehen aus November vergangenen Jahres. Demnach werden sich die Summen in den kommenden Wochen weiter erhöhen.





