Die deutsche Nationalmannschaft hat durch das 3:3 gegen Italien das Final-Four der Nations League erreicht. Vom 4. bis 8. Juni wird die Endrunde des Turniers in München und Stuttgart ausgetragen. Mit dabei sind neben Deutschland auch Spanien, Portugal und Frankreich. Für viele Nationalspieler wird der Termin zum Problem werden. Insbesondere für die Spieler des FC Bayern und von Borussia Dortmund. Denn nur wenige Tage nach der Endrunde der Nations League findet vom 14. Juni bis 13. Juli die Klub-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Statten statt, an dem die Bayern und der BVB teilnehmen. Eine Regeneration nach der langen Saison wird für die Spieler so kaum möglich sein.

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Nations League: Nagelsmann möchte in Bestbesatzung antreten

Bundestrainer Julian Nagelsmann ist sich der intensiven Belastung seiner Spieler bewusst und betonte, dass die Vereinstrainer wüssten, dass er kein Coach sei, „der die Scheuklappen unten hat“ und die Gesundheit der Spieler ignoriere. „Bei einem Turnier kann man keine Rücksicht nehmen“, sagte Nagelsmann aber dennoch und verwies auf die Möglichkeit mit der Nationalmannschaft einen Titel zu gewinnen. Der 37-jährige ist sich zudem sicher, dass das auch im Sinne der Spieler sei: „Das werden die Spieler auch gerne spielen wollen, weil sie es sich erarbeitet haben“, so der Bundestrainer.

Zum neuen Modus der kurz danach anstehenden Klub-Weltmeisterschaft äußerte sich Bundestrainer Nagelsmann vielsagend „Die Klub-WM ist eine brutale Belastung. Mehr sage ich dazu nicht.“ Für Borussia Dortmunds Nationalspieler bedeutet diese Belastung neben einem kurzen Sommer auch eine höhere Anfälligkeit für Verletzungen durch die Fehlenden Möglichkeit zur Erholung.

Bundestrainer Julian Nagelsmann kündigte an bei der Nominierung für das Final-Four der Nations League keine Rücksicht auf die Interessen der Vereine zu nehmen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann kündigte an bei der Nominierung für das Final-Four der Nations League keine Rücksicht auf die Interessen der Vereine zu nehmen. © dpa | Federico Gambarini

Borussia Dortmund: Irre FIFA-Regel verhindert Regeneration der Spieler

Besonders pikant: Die FIFA möchte die erstmalige Austragung der Klub-WM im neuen Format um jeden Preis mit den absoluten Topstars der Vereine austragen lassen. Unter anderem deshalb erhielt Inter Miami, der Klub des achtmaligen Weltfußballers Lionel Messi, eine Wild-Card für den Wettbewerb, ohne dass sie sich vorher sportlich dafür qualifiziert hatten. Den Mannschaften, die das Turnier nicht entsprechend ernst nehmen und nicht in Bestbesetzung antreten, drohte die FIFA bereits mit hohen Strafen. Nichts soll den Erfolg des neuen Flaggschiffs gefährden. Besonders nicht im für die FIFA so wichtigen nordamerikanischen Markt. Die Vereine können ihren Stars also nicht nur keine Pause geben - sie dürfen es nicht.

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Für Borussia Dortmund startet die Klub-WM am 17. Juni mit dem Duell gegen den brasilianischen Traditionsverein Fluminense Rio de Janeiro. Das Ende des Turniers ist für den 13. Juli vorgesehen. Zudem steigt zwischen dem 11. und 28. Juni die U21-EM in der Slowakei. In jedem Fall steht den Vereinen und Verbänden im Sommer also ein Zanken um ihre Spieler bevor - und den Spielern selbst eine Belastung, die in diesem Ausmaß ihres Gleichen sucht.