Schwarz-Gelb hat er mit Rot-Gelb getauscht, die Bundesliga gegen die Serie A, die Champions League gegen die Europa League. Mats Hummels, jahrelang Abwehrchef und Identifikationsfigur bei Borussia Dortmund, wechselte im Sommer zur AS Rom.

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Seine alte Fußball-Liebe im Ruhrgebiet hat er noch immer im Blick. Anlässlich der Krisensaison des BVB verriet er erst kürzlich: „Ich hoffe natürlich, dass das jetzt schnell wieder alles ins richtige Fahrwasser gerät.“ Mit dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League verschaffte sich der BVB am Mittwochabend etwas Luft in der Krise - im vergangenen Jahr führte Hummels die Mannschaft im Finale noch an.

Hummels sieht Rote Karte nach Notbremse

Ein Finale in der Europa League wird es für den 36-Jährigen in dieser Saison nicht geben - und das könnte auch mit einem Bärendienst zusammenhängen, den Hummels seinem Team erwiesen hat. Das Rückspiel gegen Athletic Bilbao endete für den 36-Jährigen schneller als gedacht. Mit 2:1 konnten sich die Römer im Hinspiel durchsetzen, ein Unentschieden würde zum Viertelfinal-Einzug reichen. Nach elf Minuten war die Partie für den Ex-BVB-Abwehrchef beendet. Der Innenverteidiger leistete sich im Mittelkreis einen folgenschweren Fehlpass. Bilbaos Stürmer Maroan Sannadi schnappte sich den Ball, Hummels wusste sich nur noch mit einer Grätsche zu helfen - Notbremse, Rote Karte. Die Überzahl wussten die Gastgeber zu nutzen: Nico Williams (45.+3, 82.) und Yuri Berchiche (68.) trafen für Athletic zur 3:0-Führung, der Anschlusstreffer von Leandro Paredes (90.+3) per Elfmeter kam zu spät.

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Wie sehr sein Fehler dem erfahrenen Verteidiger zu schaffen machte, wurde in einem emotionalen Post deutlich: „Es tut mir leid, AS Rom.  Ich möchte mich bei unseren Fans und meinen Teamkollegen entschuldigen. Ich habe heute alle mit einem Fehler im Stich gelassen, der einfach dumm und schrecklich war. Diese Spiele waren früher die Spiele, in denen sich mein Team auf mich verlassen konnte, jetzt bin ich ***** und habe den ganzen Verein den Traum vom Sieg der Europa League gekostet. Ich weiß nicht was ich noch sagen soll, ich bin genauso enttäuscht von mir wie ihr alle“, schrieb Hummels.

Roma-Trainer Ranieri: „Das passiert“

Besonders bitter für den ehemaligen Nationalspieler: In den vorherigen Europa-League-Partien war er von Roma-Trainer Claudio Ranieri nicht berücksichtigt worden. „Für mich war es ein klarer Platzverweis“, sagte der 73-Jährige nun nach dem Spiel. Hummels habe „einen großen Fehler gemacht, aber das passiert.“

Die heimische Presse war weniger zurückhaltend. Das Aus der Roma sei vor allem auf die „Dummheit“ des Deutschen zurückzuführen, schrieb die Gazzetta dello Sport, Hummels habe „alles kaputt gemacht“. Der Fehlpass und die Notbremse seien „ein doppelter Fehler, der der Roma das Leben kostete“, schrieb Corriere dello Sport über den „Hummels-Wahnsinn“ - und griff einen vor kurzem veröffentlichten Instagram-Post des Weltmeisters von 2014 sarkastisch auf: „Vom Oscar für den längsten Urlaub bis zum Oscar für den absurdesten Fehler.“