Das 199. Derby sorgt auch im Nachgang noch für eine Menge Gesprächsstoff. Das 1:0 von Manchester City im legendären Old Trafford war eine äußerst knappe Angelegenheit, die der frühere BVB-Stürmer Erling Haaland mit seinem Treffer in der 60. Minute entschied. Die Bewertung dieses Tores durch den Videoassistenten brachte jedoch Ex-Nationalspieler Wayne Rooney auf die Palme. Der 40-Jährige tobte in der Sendung „Match of the Day“ bei BBC: „Ich habe den VAR so satt. Es ist einfach schrecklich, es nimmt jedem Spiel jegliche Emotion, die Energie, von der dieser Sport lebt.“

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Der Unparteiische hatte den Treffer des Norwegers zunächst zurückgenommen. Der VAR jedoch entschied nach Studium der Bilder auf Tor. Denn Haaland hatte beim entscheidenden Pass nicht im Abseits gestanden. Doch der Treffer hätte nicht zählen dürfen, denn in der Entstehung hatte es bei einem anderen Spieler gegeben.

Enzo Fernández hatte beim Zuspiel von Josko Gvardiol im Abseits gestanden und seinen Gegenspieler Lisandro Martínez mit seiner Aktion zum Eingreifen gezwungen. Diese Szene wiederum hatte der VAR offenbar nicht in seine Bewertung eingeschlossen, denn Fernández hatte den Ball nicht berührt. Doch nach dem Regelwerk ist das egal, denn ein Abseits liegt auch dann vor, wenn ein Spieler auch ohne Ballkontakt einen Gegner behindert oder eine Aktion ausführt, die die Abwehrreakktion des Gegners einschränkt. Das war in dieser Szene der Fall: Der Argentinier hatte sich aktiv zum Ball bewegt.
So aber hatte der VAR lediglich geprüft, ob Enzo Fernández den Ball berührt hatte. Das Eingreifen ohne Ballberührung ist jedoch Ermessenssache – hier hätte der VAR den Schiedsrichter zur Bewertung zum Monitor im Stadion schicken müssen.
Wayne Rooney: „Einfach unfassbar“
Ex-Nationalspieler Rooney konnte das nicht begreifen: „Dass man diese Szene nicht sieht und nicht erkennt, dass Enzo Fernández im Abseits steht. Jeder, der auf irgendeinem Niveau Fußball gespielt hat, versteht das und weiß, dass er im Abseits steht. Dass man das so falsch beurteilt, ist einfach unfassbar.“
Der englische Schiedsrichterverband hat den Fehler inzwischen eingesehen. In einer Mitteilung räumte Pro Ref ein, dass in dieser Situation eine Fehleinschätzung erfolgt sei. Das Tor hätte nicht zählen dürfen.




