Deutschland schlägt Finnland mit 4:0. 8,32 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer (36,7 Prozent Markanteil fürs ZDF) sehen am Sonntagabend das letzte Testspiel der DFB-Elf auf deutschem Boden, bevor der Tross um Bundestrainer Julian Nagelsmann am Dienstag in Richtung Chicago aufbricht. In der „Windy City“ steht dann am 6. Juni die WM-Generalprobe gegen Co-Gastgeber USA an. Dort sowie in Kanada und Mexiko beginnt dann am 11. Juni das große Turnier.

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Die TV-Zuschauer, die bis zum Ende der Übertragung dranblieben, sahen, wie die Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein plötzlich sehr ernst wurde. „Es war ein schöner Fußballabend, aber manchmal ist Fußball eben auch nur die unwichtigste Nebensache der Welt“, leitete sie ein. Dann erzählte sie, dass am Sonntag der ZDF-Mitarbeiter Marcel Bergmann gestorben sei.
„Hochgeschätzt und einfach sehr gemocht“ sei ihr Kollege gewesen, berichtete Müller-Hohenstein weiter. „Er war viele, viele Jahre bei uns im ZDF beschäftigt und hat sich auch bei vielen Fußballturnieren eingebracht, war ein großer Schalke-Fan – und jetzt ist er nicht mehr da. Wir sind sehr traurig und werden ihn immer in lieber Erinnerung behalten.“
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Marcel Bergmann war seit 1995 querschnittsgelähmt
Marcel Bergmann wurde 62 Jahre alt. 1991 begann er als freier Mitarbeiter beim ZDF. Zunächst kümmerte er sich um die Außenpolitik, ab 1992 um den Sport. Seit einem schweren Verkehrsunfall in Kenia war Bergmann querschnittsgelähmt. Bei dem Unglück 1994 starben vier Menschen, darunter sein Vater.
Trotz Depressionen und mehrerer Operationen kämpfte sich Bergmann ins Leben zurück. Ab 1995 war er beim ZDF fest angestellt. In dieser Funktion nahm er u.a. an den Fußball-Weltmeisterschaften 2010 (Südafrika) und 2014 (Brasilien) sowie an mehreren Paralympischen Spielen als Reporter teil.
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