Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga schöpft Schlusslicht Heidenheim durch das 2:0 (1:0) gegen den Tabellen-16. FC St. Pauli neue Hoffnung. Der Vorletzte VfL Wolfsburg verpasste beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach den erhofften Heimsieg. Bayer Leverkusen siegte im kleinen Rhein-Derby 2:1 (1:0) beim 1. FC Köln. Der FC Augsburg und Eintracht Frankfurt trennten sich 1:1 (1:0).

Heidenheimer Frühstarter schocken St. Pauli

Die Heidenheimer, die bei einer Niederlage gegen St. Pauli nicht mehr zu retten gewesen wären, starteten perfekt in die Partie. Stürmer Budu Siwsiwadse traf bereits nach drei Minuten zur Führung, die den Gastgebern sichtlich Schwung verlieh. In der Schlussphase machte Eren Dinkci (82.) alles klar. Das Team von Trainer Frank Schmidt liegt nun nur noch vier Punkte hinter den Hamburgern, die im Kampf um den Klassenverbleib schon seit Ende Februar auf einen Dreier warten.

Fußball, Männer: Bundesliga, 1. FC Heidenheim - FC St. Pauli, 31. Spieltag, Voith-Arena. Marvin Pieringer (1. FC Heidenheim 1846) in Aktion gegen Arkadiusz Pyrka (FC St. Pauli). (zu dpa: «Historische Bayern-Aufholjagd - Heidenheim hofft wieder»)
Marvin Pieringer vom 1. FC Heidenheim in Aktion gegen Arkadiusz Pyrka (FC St. Pauli).© dpa | Tom Weller

Wolfsburger Nullnummer gegen Mönchengladbach

Die Wolfsburger kamen im Kellerduell gegen die Elf vom Niederrhein derweil nicht über ein 0:0 hinaus und bleiben Tabellenvorletzter. Gladbachs Jens Castrop (90.+2) sah glatt Rot. Auf den FC St. Pauli beträgt der Wolfsburger Rückstand immerhin nur noch einen Punkt. Und am 34. Spieltag reisen die Niedersachsen noch ans Hamburger Millerntor. Die Gladbacher sammelten dagegen einen weiteren Zähler für den Klassenverbleib und liegen drei Spieltage vor dem Saisonende sechs Punkte vor dem Relegationsplatz.

Schick führt Bayer zum Derbysieg

Doppelpacker Patrik Schick (43./Handelfmeter und 52.) wahrte mit seinen Toren die Leverkusener Hoffnungen auf die Champions-League-Qualifikation. Der 1. FC Köln, für den Joker Luca Waldschmidt (78.) traf, muss nach der 1:2-Derby-Niederlage im Abstiegskampf dagegen weiter zittern. Für die Gastgeber war es die erste Niederlage unter Trainer René Wagner.

Leverkusener Derbysieger feiern in der Kurve in Köln.
Leverkusener Derbysieger feiern in der Kurve in Köln.© Federico Gambarini/dpa | Federico Gambarini

Augsburg vorzeitig gerettet 

Nach dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt vorzeitig gerettet ist der FC Augsburg. Der Klub darf damit für seine 16. Bundesliga-Saison planen. Anton Kade (44.) brachte die bayerischen Schwaben zunächst in Führung, Ritsu Doan (66.) glich für die Hessen aus. Das Unentschieden hievt die Frankfurter zumindest vorübergehend auf den siebten Platz. Am Sonntag kann der SC Freiburg, der wie die Eintracht bei 43 Punkten steht, in Dortmund nachlegen.

Zur Pause führt Mainz 3:0 gegen Bayern

Die Mainzer demontierten den alten und neuen deutschen Meister in der ersten Halbzeit regelrecht. 3:0 stand es nach Toren von Dominik Kohr (15.), Paul Nebel (29.) und Sheraldo Becker (45.+2). Dass Bayern-Trainer Vincent Kompany im Vergleich zum 2:0-Pokalerfolg in Leverkusen acht Startelf-Wechsel vorgenommen hatte, bekam den Münchenern überhaupt nicht.

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Zur Pause kamen in Harry Kane und Michael Olise zumindest zwei Offensivstars in die Partie, und das zeigte prompt Wirkung. Nicolas Jackson (53.), Olise (73.) mit einem traumhaften Schlenzer, Jamal Musiala (81.) und Kane (83.) drehten die Partie komplett. Letztmals hatten die Münchener 1976 einen 0:3-Pausenrückstand beim legendären 6:5-Sieg in Bochum gedreht. dpa

Hoffenheim klettert auf Platz vier

Die TSG 1899 Hoffenheim hat die Krise des Hamburger SV verschärft und weiter gute Chancen auf die Champions-League-Qualifikation. Die Kraichgauer gewannen auswärts 2:1 (2:1) und sorgten damit für das sechste sieglose Spiel des HSV in Serie.

Shootingstar Fisnik Asllani brachte Hoffenheim im Spätspiel des 31. Spieltags in der 19. Minute in Führung. Hamburgs Angreifer Robert Glatzel glich mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 1:1 aus (34.), ehe auf der Gegenseite Tim Lemperle die erneute Führung der TSG erzielte (45.).

Durch den Sieg springen die Hoffenheimer zumindest für eine Nacht auf den vierten Platz. Der VfB Stuttgart kann am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen aber wieder an der TSG vorbeiziehen. Der HSV ist 14. und hat weiter fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der Stadtrivale FC St. Pauli belegt.