Die Olympischen Winterspiele in Italien sind beendet, um 22.41 Uhr erlosch das Feuer am Sonntagabend bei der Abschlussfeier in Verona. Es seien „wahrhaft, wahrhaft magische“ Spiele gewesen, sagte die neue Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Kirsty Coventry. Die frühere Schwimm-Olympiasiegerin lobte die Gastgeber: „Ihr habt Winterspiele der neuen Art veranstaltet und einen neuen Standard für die Zukunft gesetzt.“
IOC-Präsidentin Coventry: Unvorbereitet auf Olympia-Abschlusspressekonferenz
Kurz vor dem Ende der Spiele hatte Coventry noch für Verwunderung gesorgt. Bei der Abschlusspressekonferenz wirkte sie bei mehreren Themen unvorbereitet und irritierte mit fehlendem Wissen sowie Kritik an ihrem eigenen Team. So hatte die 42-Jährige keine passende Antwort, als sie um ihre Einschätzung zur vom deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier infrage gestellten deutschen Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2036 gebeten wurde.
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„Offen gesagt habe ich, und da schaue ich zu meinem Team, nicht auf dem Schirm, dass Deutschland etwas zu den Spielen 2036 gesagt hat. Also habe ich auch keine Meinung zu diesem Thema“, meinte Coventry. Steinmeier hatte zuvor gesagt, dass er eine deutsche Bewerbung für 2036 für „historisch problematisch“ halte. Hintergrund: Genau 100 Jahre zuvor, 1936, hatten die Nationalsozialisten die Olympischen Spiele in Deutschland für Propagandazwecke missbraucht.

Es war nicht der einzige Moment in der Pressekonferenz, in dem Coventry überfordert wirkte. Zu einem Bericht der New York Times, dem zufolge der Chef der russischen Anti-Doping-Behörde in das russische Systemdoping verstrickt gewesen sein soll, konnte sie ebenfalls keine Auskunft geben. „Da muss ich wieder mein Team anschauen und vielleicht muss ich jemanden entlassen, weil ich dazu wieder nichts sagen kann. Aber ich wäre sehr daran interessiert, mehr darüber zu erfahren.“ Vorwurfsvoll wandte sich Coventry an ihre Mitarbeiter: „Es war in der New York Times. Leute, was ist da passiert? Wo sind wir hier?“
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Olympische Winterspiele: IOC-Chefin Coventry kann Fragen nicht beantworten
Damit nicht genug: Die Simbabwerin präsentierte sich bei einem dritten Thema ahnungslos. Diesmal ging es um Fifa-Chef Gianno Infantino, der einen Sitz im IOC innehat. Er hatte während der Spiele an einer Sitzung des Friedensrates des amerikanischen Präsidenten Donald Trump teilgenommen. Das warf Fragen zu Infantinos politischer Neutralität, wie sie die olympische Charta vorschreibt, auf. Inzwischen hat das IOC mitgeteilt, dass es sich nicht um einen Regelverstoß handele. Coventry hatte am Freitag noch keine passende Antwort parat: „Auch das hatte ich nicht auf dem Schirm. Jetzt, wo sie es mir sagen, werden wir es uns anschauen.“ ea




