Die deutschen Handballer haben bei der Europameisterschaft in Dänemark das Erreichen des Halbfinals in eigenen Händen. Im doppelten Sinne. Denn nicht nur, dass sie in den beiden verbleibenden Partien der Hauptrunde gegen Dänemark (Montag, 20.30 Uhr/ARD) und Frankreich (Mittwoch, 18 Uhr/ZDF) mit einem Sieg schon fix die Medaillenrunde erreichen würden. Sie können – das wäre allerdings eine sehr große Bürde – die Last der Verantwortung aber auch in die Hände von Andreas Wolff legen. „Er hat uns einfach mal wieder den Arsch gerettet“, sagte Marko Grgic, als siebenmaliger Torschütze immerhin auch nicht gerade unbeteiligt am 30:28 gegen Norwegen, über den Nationaltorwart. Auf dem Weg ins Halbfinale, für das nun die Rechenspiele mit mehreren Szenarien begonnen haben, wird das Gislason-Team aber mehr benötigen als nun Wolffs magische Hände.

Handball-EM: Wie kommt Deutschland ins Halbfinale?

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So genugtuend die Aussicht ist, mit nur einem Sieg sicher weiterzukommen: Härtere Duelle als gegen den viermaligen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark sowie EM-Titelverteidiger Frankreich könnten dem Gislason-Team kaum bevorstehen. „Es ist überragend, dass wir in dieser Situation sind“, sagt Kapitän Johannes Golla vor den zwei Top-Duellen. „Aber wir haben die zwei besten Teams des Turniers vor uns. Die werden sich nicht ergeben und sagen: Geht ihr mal ins Halbfinale.“

Wie ist die Ausgangslage? Was würde sich im Falle einer Niederlage am Montag ergeben? In deutschen EM-Quartier Silkeborg haben längst die Rechenspiele begonnen. Die Ausgangslage ist wie folgt: Deutschland führt die Tabelle in der Gruppe 1 mit 6:0 Punkten vor den Franzosen und Dänen (beide 4:2) an. Dahinter folgen Norwegen und Portugal (je 2:4) sowie Schlusslicht Spanien (0:6).

Deutschland - Portugal
Noch einmal so jubeln: Mit einem weiteren Sieg aus den beiden verbleibenden Partien gegen Dänemark und Frankreich wäre Deutschland sicher im Halbfinale.© Sina Schuldt/dpa | Sina Schuldt

Deutschland kommt ins Halbfinale, wenn

- die DHB-Auswahl aus den beiden abschließenden Hauptrundenspielen gegen Dänemark und Frankreich mindestens zwei Punkte holt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Zähler im Falle einer möglichen Niederlage mit einem Sieg im anderen Spiel oder durch zwei Unentschieden verbucht werden. Mit 8:2 Punkten wäre Deutschland in jedem Fall mindestens Gruppenzweiter. Holt das DHB-Team sogar noch drei oder vier Punkte, qualifiziert es sich definitiv als Gruppensieger für die Vorschlussrunde.

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- das deutsche Team aus den Duellen mit den Dänen und Franzosen einen Punkt holt und einer der beiden Rivalen sein anderes ausstehendes Hauptrundenspiel gegen Norwegen (Dänemark) bzw. Spanien (Frankreich) verliert. Auch in diesem Fall wäre der DHB-Auswahl mit dann 7:3 Punkten mindestens Platz zwei in der Gruppe sicher. 

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- das DHB-Team beide Spiele verliert - gegen Dänemark aber nicht höher als mit einem Tor -, die Dänen ihr letztes Spiel gegen Norwegen verlieren, Frankreich nicht gegen Spanien verliert und Portugal gleichzeitig seine ausstehenden Partien gegen Norwegen und Spanien gewinnt. Bei Punktgleichheit mit Dänemark und Portugal (alle 6:4) würde der Dreiervergleich entscheiden. Auch da wäre das Trio punktgleich (alle 2:2). Die deutsche Mannschaft hätte aber die beste Tordifferenz (+1) und würde als Gruppenzweiter hinter Frankreich weiterkommen.

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