Die Klub-WM findet in den USA weiterhin nicht den von der FIFA gewünschten Anschluss. Das Turnier, in dem die Teilnehmer auf sonst unbekannte Gegner treffen, mobilisiert nicht gerade die Massen. Kaum ein Spiel ist ausverkauft, im Gegenteil. Oft sind tausende, gar zehntausende Plätze leer. Zum Halbfinale des FC Chelsea gegen den brasilianischen Vertreter Fluminense am Dienstag, 8. Juli, 21 Uhr, drohen ähnliche Bilder.

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Dabei werden die Tickets auf der gängigen Plattform „Vividseats“ sogar verramscht. Von einstmals hunderten Euros, die die Tickets einst kosten sollten, sind kaum mehr 20 Euro übrig geblieben. So ist eine Eintrittskarte für den Block 326 im Oberrang des Metlife-Stadiums schon für 14 Euro zu haben. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es Tickets für 15 und 16 Euro.

Klub-WM: PSG - Real und Finale sind teurer

Zum Vergleich: Wer das Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Real Madrid am Mittwoch, 9. Juli, 21 Uhr, verfolgen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Hier sind 187 Euro fällig. Für das Finale am Sonntag, 13. Juli, 21 Uhr, sind, je nach Platz im MetLife-Stadium mindestens 250 Euro fällig. Ob die Preise im Rahmen des „Dynamic Pricing“-Systems noch fallen werden, bleibt abzuwarten.

Zuletzt hatte sich bereits BVB-Trainer Niko Kovač zum Ticketing bei der Klub-WM geäußert. „Wenn man die Ticketpreise am Anfang zu hoch schraubt, dann ist es natürlich schwierig, das Stadion voll zubekommen“, sagte Kovač im Hinblick auf teilweise leere Stadien. Das dritte Dortmunder Vorrundenspiel gegen Ulsan (1:0) etwa hatten nur gut 8.000 Zuschauer verfolgt. 

Klub-WM: BVB-Sportdirektor Kehl äußert Unverständnis über hohe Ticketpreise

BVB-Sportdirektor Kehl kritisierte die Anstoßzeiten und das Ticketing. „Wenn um 12 oder 15 Uhr gespielt wird, musst du die Leute derart begeistern, dass sie ihren Arbeitsplatz verlassen. Die müssen ja freinehmen. Das kann man durch sinnvolle Ticketpreispolitik fördern“, sagte Kehl im Interview der „Süddeutschen Zeitung“. 

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Von einem schlechten Omen im Hinblick auf die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in den USA, Mexiko und Kanada wollte er aber nicht sprechen. „Ich denke, die FIFA wird ihre Erkenntnisse aus diesem Turnier ziehen. Bei der WM 2026 werden die Zuschauerzahlen andere sein“, sagte Kehl. Aus Spielersicht ließ Verteidiger Julian Ryerson durchblicken, dass er mit dem neuen Turnier in der eigentlichen Sommerpause fremdelt. „Wir müssen alle das Beste daraus machen. Natürlich ist es aber etwas anderes, als wir es bislang in der Pause gewohnt waren“, sagte der Norweger. (mit dpa)