Zu Beginn der zweiten Halbzeit des Bundesliga-Spiels gegen Eintracht Frankfurt war es im Stadion von Borussia Dortmund so weit. Wie angekündigt begann auf der Südtribüne ein großer Protest gegen den neuen Sponsor Rheinmetall, einen Rüstungskonzern.„Wir lassen uns nicht vor euren Panzer spannen“, hieß es etwa ganz oben auf der Südtribüne.

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Auch rund um das Stadion hatte es bereits Aktionen gegeben. Auf dem Weg zur Südtribüne hingen mehrere Plakate, auf denen die Rote Karte für Rheinmetall gefordert wird. Auf dem Vorplatz des Westfalenstadions stand zudem ein Papp-Panzer. Darauf stand: „Made by Rheinmetall. Proud Partner of BVB. Built for Qatar.“
BVB-Fans kritisieren zwei Aspekte beim Rheinmetall-Deal
Das Fan-Bündnis Südtribüne hatte unter der Woche zu einer Protestaktion gegen Rheinmetall aufgerufen. Kern der Kritik sind zwei Dinge: Zu einen beklagte die Organisation den Zeitpunkt der Kooperation wenige Tage vor dem Champions-League-Finale gegen Real Madrid und fehlede Teilhabe beim Deal mit dem Rüstungskonzern. Darüber hinaus witterten die Fans den Versuch, dass mit dem BVB Sportswashing betrieben wird. „Dass sich die Verantwortlichen des BVB und all seine Gremien dazu bereiterklärt haben, die Strahlkraft von Borussia Dortmund dafür einzusetzen, das öffentliche Ansehen eines Rüstungskonzerns zu verbessern und dabei die eigenen Werte über Bord zu werfen, lehnen wir entschieden ab. Wir werden den Verantwortlichen nicht den Gefallen tun und die Sache – wie durch den Zeitpunkt der Veröffentlichung womöglich erhofft – auf sich beruhen lassen. Das dürfte allen Beteiligten klar sein“, hieß es in der Stellungnahme. Innerhalb der Dortmunder Fanszene wird die Sponsorenschaft mit Rheinmetall kontrovers diskutiert.

Rheinmetall war kurz vor dem Champions-League-Finale gegen Real Madrid als BVB-Sponsor vorgestellt worden. Zu dem Paket dürften unter anderem Werbeflächen im Stadion und am Trainingsgelände zählen. Dem BVB bringt der Deal über drei Jahre nach Informationen dieser Redaktion eine zweistellige Millionensumme ein. Der Klub führt für die Partnerschaft vor allem das Argument an der veränderten weltpolitischen Lage ob des russischen Überfalls auf die Ukraine und die Not, sicherheitspolitische Themen stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken.








