So eine Flugshow hat die Welt noch nicht gesehen. Leichtathletk-Superstar Armand Duplantis hat in Paris nicht nur Olympia-Gold im Stabhochsprung gewonnen, er verbesserte gleich noch seinen eigenen Weltrekord. 6,25 Meter steht nun in den Geschichtsbüchern.

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Drei Anläufe brauchte der 24 Jahre alte Schwede, um die schier unfassbare Höhe zu meistern. Zur Einordnung: Silbermedaillen-Gewinner Sam Kendricks war nach einem tollen Wettkampf über 5,95 Meter gesprungen, seine Jahresbestleistung. Duplantis leistete sich bis zur Weltrekordhöhe keinen einzigen Fehlversuch.

Vier Augenringe für Olympia

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    Das Stade de France bebte, als Duplantis es schließlich gepackt hatte. Und dann hatte er nur noch ein Ziel: seine Freundin Desiré Inglander. Küsse, Umarmungen, Jubel. Die Ehrenrunde musste warten.

    Die junge Schwedin ist inzwischen selbst ein Star, verdient ihr Geld als Model und Influencerin. Sie hat Hundertausende Fans auf TikTok und Instagram. Kurz nach dem Olympiasieg ihres Partners, postete sie dann auch direkt ein Video, das sie fassungslos nach dem Weltrekord-Sprung zeigt: „Mein Boyfriend hat gerade den Weltrekord gebrochen. Für immer dein größter Fan.“

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    Duplantis wuchs in den USA auf

    Kennengelernt hatte sich das Paar 2020 auf einer Party in Stockholm, er sprach sie an, stellte sich als „Mondo“ vor – sein Spitzname. Ein glücklicher Zufall. Aufgewachsen ist Duplantis nämlich in Lafayette im US-Bundesstaat Lousiana. Sein Vater ist Amerikaner, seine Mutter gebürtige Schwedin. Inzwischen verbringt der 24-Jährige aber viel Zeit in seiner zweiten Heimat.

    „Desiré bringt meinem Leben so eine großartige Balance. Es ist schön, nach Hause zu kommen und in eine ganz andere Welt zu flüchten“, schwärmte Duplantis von seiner Partnerin in einem Vogue-Interview in diesem Jahr.

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    Duplantis‘ Familie: Vater Greg und Mutter Helena sind seine Coaches

    Die Liebe zum Stabhochsprung hat Duplantis von seinem Vater. Auch Greg Duplantis übte den Sport früher aus, kam in seiner Karriere immerhin auf eine Bestleistung von 5,80 Meter. Seine Mutter Helena war früher Volleyballerin und Siebenkämpferin. Die beiden sind aber nicht nur die Eltern des Wunderspringers, sondern auch dessen Trainer. Olympia-Gold als Familienprojekt.

    Dass Duplantis seine Wurzeln in den USA hat, nimmt ihm in Schweden keiner übel. Auch die schwedischen Royals, von Kronprinzessin Victoria bis König Carl Gustav, sind Fans. Schon mehrfach wurde er als Sportler des Jahres ausgezeichnet. Und nach seiner Vorstellung vom Montagabend führt wohl wieder kein Weg an ihm vorbei.

    Duplantis zwischen Königin Silvia und König Carl Gustav von Schweden.
    Duplantis zwischen Königin Silvia und König Carl Gustav von Schweden.© AFP | KIRILL KUDRYAVTSEV

    Duplantis: „Das verrückteste Publikum, vor dem ich je angetreten bin“

    Duplantis war wie im Rausch nach seiner Flugshow. „Ich habe noch gar nicht verarbeitet, wie fantastisch dieser Momet war“, jubelte der Schwede. „Seit meiner Kindheit war es mein größter Traum, bei den Olympischen Spielen den Weltrekord zu brechen. Und jetzt habe ich es geschafft, vor dem verrücktesten Publikum, vor dem ich je angetreten bin. Es war so laut da drin, wie bei einem American-Football-Spiel. Ich habe zwar ein wenig Erfahrung mit einem 100.000 Zuschauer fassenden Stadion, aber ich stand nie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Ich habe nur versucht, die Energie zu kanalisieren, die mir jeder gegeben hat, und sie haben mir eine Menge davon gegeben.“

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