Vier Testspiele, 13 Trainingseinheiten in zehn Tagen – die Zweitliga-Fußballer des MSV Duisburg genossen am Wochenende nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in St. Johann zwei freie Tage. Um 16 Uhr geht es am Montag auf der Vereinsanlage an der Westender Straße weiter. Trainer Ilia Gruev läutet dann die finale Vorbereitungsphase ein.
In zwei Wochen wird es für die Zebras ernst. Mit der Partie bei Dynamo Dresden starten die Zebras in die Saison. „Wir wollen von Beginn an da sein und punkten. Wir wollen nicht früh in eine Drucksituation geraten“, verweist MSV-Mannschaftskapitän Kevin Wolze auf das anspruchsvolle Startprogramm der Meidericher. Nach der Partie in Dresden kommt der VfL Bochum an die Wedau, danach geht es zu Darmstadt 98.

Sportdirektor Ivica Grlic zog am Ende des Trainingslagers in Österreich eine positive Bilanz. „Wir können sehr zufrieden sein. Die Jungs hatten optimale Bedingungen, um an ihre Leistungsgrenze zu gehen. Wir haben die Basis gelegt“, sagte der 42-Jährige. Die Integration der sieben externen Neuzugänge sieht Grlic als gelungen an. Und Kevin Wolze ergänzt: „Bei uns hat niemand Schwierigkeiten, reinzukommen. Die Tage in Österreich haben uns dabei noch einmal geholfen, als Team weiter zusammenzuwachsen.“ Trainer Ilia Gruev erinnert an die Bergtour während des Trainingslagers, bei der alle Spieler trotz müder Beine mitgezogen haben. „Die gute Stimmung zeichnet uns aus“, bekräftigt der Fußball-Lehrer.
Torwartrennen noch offen
In den letzten Wochen standen bei den Zebras in der Vorbereitung konditionelle und taktische Dinge im Fokus. Jetzt geht es in den nächsten Tagen darum, dass das Team die Spritzigkeit und die Leichtigkeit erlangt, um zum Saisonstart gegen Dynamo Dresden auf den Punkt genau fit zu sein.
Mit dem 4:1-Sieg über den Al Sadd SC aus Katar konnten die Duisburger zum Abschluss des Trainingslagers noch einmal ein Ausrufezeichen setzen. Kapitän Wolze will Testspielergebnisse nicht überbewerten, sagt aber auch: „Wir haben das in diesem Spiel richtig gut gemacht.“

Im taktischen Bereich haben die Duisburger in Tirol intensiv an der Fünfer-Abwehrkette gearbeitet. Kevin Wolze, als Linksverteidiger ein wichtiger Baustein in der Meidericher Abwehrmauer, sieht sein Team nun flexibler aufgestellt. „Es ist gut, dass wir ein alternatives System haben, auf das wir zurückgreifen können. Wir können so auch während des Spiels reagieren. Außerdem sind wir für den Gegner schwerer auszurechnen“, unterstreicht der 28-Jährige. „Wir sind weitergekommen – auch spielerisch“, freut sich Trainer Ilia Gruev.
Der letzte Härtetest steht am kommenden Samstag an, wenn das Traditionsturnier an der Wedau über die Bühne geht. Zu Gast sind mit dem AC Florenz, dem FC Fulham und Athletic Bilbao drei Mannschaften von internationalem Rang. Gegen zwei Gästeteams wird der MSV jeweils 45 Minuten spielen.
Dann können sich die Spieler ihrem Trainer letztmalig unter Wettkampfbedingungen zeigen und sich für einen Platz in der Stammelf empfehlen. Zu den spannendsten Personalien gehört die Position des Torhüters. Daniel Davari und Neuzugang Daniel Mesenhöler liefern sich seit dem Start der Vorbereitung ein enges Rennen. Beim Turnier werden beide Keeper noch einmal 45 Minuten lang im Brennpunkt stehen. Danach wird Torwarttrainer Sven Beuckert seinem Chef eine Empfehlung geben.




