Zum Ende der Weihnachtsferien in NRW ist auf den Straßen wieder mehr los. Der ADAC warnt vor verkehrsreichen Tagen und vollen Autobahnen. Lediglich am Sonntag, 4. Januar, könne es etwas ruhiger auf den Autobahnen sein, meinen die Fachleute.
Insgesamt zählt der ADAC rund 680 Baustellen auf deutschen Autobahnen, deutlich weniger als in den vergangenen Wochen. Welche Strecken rund um das Ruhrgebiet aktuell besonders von Bauarbeiten betroffen sind, zeigt der Überblick.
A59 für Monate gesperrt: Umleitung führt über die A3
Monatelang kaum ein Durchkommen: Auf der wichtigen Pendler-Autobahn A59 (Düsseldorf – Köln) wird immer noch gebaut. Die Autobahn wird zwischen Düsseldorf-Süd und Leverkusen erneuert und ist deshalb seit Mittwoch, 15. Oktober 2025, in Fahrtrichtung Köln gesperrt.
Eigentlich sollte das zwölf Kilometer lange Autobahnstück erst 2026 erneuert werden. Die Betonplatten der Fahrbahn sind aber so marode, dass die Arbeiten vorgezogen werden.

Laut Autobahn GmbH gilt die Sperrung vom Autobahndreieck Düsseldorf-Süd bis Monheim. Ein Ende der Sperrung wird für den 19. Juni 2026 angekündigt. Das hat massive Auswirkungen: Auf der A59 sind täglich rund 50.000 Fahrzeuge auch aus dem Ruhrgebiet unterwegs.
Autofahrerinnen und Autofahrer sollten die Sperrung weiträumig umfahren. Ausweichstrecken führen ab Düsseldorf-Süd über die A46 und über die parallel verlaufende A3 über die A542.
Weitere Sperrungen und Umleitungen auf Autobahnen in NRW
Zahlreiche Baustellen sind in NRW noch vor den Weihnachtstagen abgewickelt worden. Folgende Strecken sind weiterhin von Sperrungen betroffen:
- A3/A40 – Duisburg: Im Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg sind die Verbindungen von der A3 in Fahrtrichtung Köln auf die A40 in Fahrtrichtung Venlo sowie in Richtung Essen noch bis Mitte 2027 gesperrt. Auch die entgegengesetzten Verbindungen, von der A40 (aus Venlo sowie Essen kommend) auf die A3 in Richtung Köln bleiben weiterhin bis Mitte 2027 gesperrt.
- A42 – Dortmund: Nur noch bis zum 22. Dezember ist die Anschlussstelle Dortmund-Bodelschwingh in beide Richtungen gesperrt. Umleitungen sind bis dahin eingerichtet und führen ab der Anschlussstelle Castrop-Rauxel über die städtischen Straßen.
- A44 – Büren: Die Anschlussstelle Büren in Fahrtrichtung Kassel ist bereits seit dem Sommer für mehrere Monate gesperrt.

Viel Verkehr erwartet der ADAC an diesem letzten Ferien-Wochenende zudem auf der A40, A1, 2 und 3 sowie der A45.
Bahn sperrt Strecke übers Wochenende
Die Deutsche Bahn baut die sogenannte Betuwe-Strecke bereits seit mehreren Jahren nach und nach aus und modernisiert sie. Dazu wird die Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen mehrfach komplett gesperrt.
Konkret geschieht das ab Freitag, 2. Januar 2026, 21 Uhr, und bis 4. Januar, Mitternacht. In dieser Zeit ist die Strecke lahmgelegt. Alle Züge der Linien RE5, 19 und 49 zwischen Oberhausen und Emmerich/Arnhem Centraal fallen aus. Die Bahn richtet zwar einen Schienenersatzverkehr ein. Wer auf Bus und Bahn angewiesen ist, muss sich aber auf eine längere Fahrtzeit einstellen.

Weitere Sperrungen sind bereits angekündigt. Sie sind geplant für: 20. bis 22. Februar, 20. bis 22. März, 20. April bis 18. Mai (vier Wochen) und 9. bis 16. November. Die Betuwe-Strecke gehört zu den wichtigen Güterbahnstrecken in Europa. Sie wird auf 73 Kilometern ausgebaut, generalsaniert, und auf drei Gleise erweitert.
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Für Bauarbeiten der Autobahn GmbH im Kreuz Kaiserberg werden vom 9. Januar bis 6. Februar (jeweils Freitag, 21 Uhr) wichtige Zugverbindungen rund um Duisburg gestrichen. Zwischen dem Duisburger und dem Essener Hauptbahnhof wird es dann einen Monat lang keine direkte Verbindung mehr geben. Insgesamt sind 13 Nahverkehrslinien betroffen.



