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Opel
Der letzte Opel aus Bochum - Unsere Leser schauen zurück
Bochum. Das Ende der Opel-Produktion in Bochum ruft bei Leserinnen und Lesern Erinnerungen wach - an Arbeit, Urlaub und sogar Hochzeit.

"Zwangsläufig war mein erstes Auto 1976 ein Opel Kadett C, dem beinahe jährlich weitere Kadetts folgten", schreibt Ulrich Giese. Mit seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau Jutta war er 1982 auf Korsika unterwegs. Das Foto zeigt die Freundin und "meinen schönsten Kadett D", schreibt Giese; der war nämlich lindgrün metallic.© Privat/Ulrich Giese | Privat/Ulrich Giese

Mit viel Wehmut und Gänsehaut verfolgt Markus Adamietz das Geschehen in Bochum. Er arbeitet seit 20 Jahren bei Opel, die meisten davon in Bochum, mittlerweile im Werk Rüsselsheim. Das Ende der Autoproduktion in Bochum ruft bei ihm Erinnerungen an einen ganz besonderen Tag wach: Am 11. September 2010 war im Werk I in Bochum "Tag der offenen Tür", just an dem Tag, als Adamietz Hochzeit feierte...© Joachim Hänisch | Privat/Markus Adamietz/Joachim Hänisch

...Adamietz schreibt zu den Fotos: "Unser damaliger Freund und Fotograf Joachim Hänisch hatte uns gefragt ob wir spontan sind und Lust auf ein Fotoshooting am Tag der offenen Tür im Opel Werk 1 hätten. Ich als Opelaner seit 1994 konnte da natürlich nicht Nein sagen. Also sind unsere Hochzeitsbilder nicht in einem Park oder ähnlichen Ort entstanden, sondern wo sonst nur Opel Zafira und Astra Hochzeit feiern dürfen. Es war ein unvergessliches Erlebnis".© Joachim Hänisch | Privat/Markus Adamietz/Joachim Hänisch

"Als Sohn eines Opelaners der ersten Stunde - ich wurde in Bochum geboren, bin dort aufgewachsen und habe an der Ruhr-Universität studiert - verbindet mich sehr viel mit dem Bochumer OPEL-Werk", schreibt Ulrich Giese aus Essen. Im privaten Fotoalbum der Familie findet sich der Besuch des damaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau (vorne) zur Feier des 10 Millionsten Opel Kadett in Bochum, 1989 dürfte das gewesen sein... © Privat/Ulrich Giese | Unbekannt

...Wie man im Hintergrund lesen kann, war Opel damals noch "ein starkes Stück Ruhrgebiet". Giese schreibt zu diesem Bild: "Der Stolz der damaligen Belegschaft spricht aus den Fotos"...© Privat/Ulrich Giese | Privat/Ulrich Giese

...Und viele weitere Bilder dokumentieren die Verbundenheit mit Opel: Dieses Foto zeigt Gieses Vater Artur, der im Werk Bochum Obermeister und später Betriebsleiter in der Wagenendmontage war (auf dem Foto ist er der 2. von rechts).
© Privat/Ulrich Giese | Unbekannt

...auch nach seiner aktiven Zeit bei Opel blieb die Familie dem Werk treu. Das Foto zeigt Artur Giese mit seinen Enkelkindern Felix, Daniel und Ben 2005 bei einer Werksbesichtigung.© Privat/Ulrich Giese | Privat/Ulrich Giese

Claudia Kosbab hält den Werksausweis ihres Vaters Georg Klanke bis heute in Ehren: "In den frühen Siebzigern hat er bei Opel angefangen und war bis 1993 in Bochum Langendreer. Er hat die Ritzel für die Lenkstangen gefertigt", schreibt Claudia Kosbab, die heute in Bad Lippspringe lebt.© Privat/Claudia Kosbab | Privat/Claudia Kosbab

Rolf Zywietz aus Bochum erinnert sich an viele verschiedene Opel-Momente, etwa mit dem Opel GT. Zywietzs Vater war Leiter der Qualitätssicherung im Bochumer Opelwerk, da gehörte es auch zum Job, neue Modelle auf Fehler zu testen. Klar, dass Sohn Rolf da gerne mitfuhr: "Mein Vater war bei Opel Bochum von 1961 bis 1985 beschäftigt. Einmal in der Woche erhielt er ein Auto für einen 100-Kilometer-Test. Dieses Foto entstand 1969."© Privat/Rolf Zywietz | Privat/Rolf Zywietz

"Ich habe von 1990 bis 2005 bei Opel gearbeitet. Es war eine schöne Zeit nur die Bosse aus Detroit haben schneller das Geld ausgegeben als wir es erarbeiten konnten. In die Gebäude wurde so wenig wie möglich investiert, das merkten die Mitarbeiter am Morgen, wenn die Karossen durch den Regen nass waren", erinnert sich Henry Scheufler; seine Arbeit in der Lackiererei hatte er offenbar dennoch sehr gerne gemacht.© Privat/Henry Scheufler | Privat/Henry Scheufler

Erinnerungen an Opel in Bochum hat Frank Richter dokumentiert. Diese Fotos hat Richter von seinem letzten Arbeitstag bei Opel aufbewahrt...© Privat/Frank Richter | Privat/Frank Richter

..."Mein letzter Arbeitsplatz", hat Frank Richter dieses Bild vom 25. Mai 2011 betitelt. "Ich war zuletzt in der Getriebegroßteilfertigung im Werk 2 eingesetzt. Dort haben wir Ausgleichsgehäuse, Getriebeglocken und Schaltgabeln mechanisch bearbeitet.
Ich war dort als Anlagenführer-Dreher beschäftigt". Als Erinnerung festgehalten hat Richter zudem...© Privat/Frank Richter | Privat/Frank Richter

... einen Blick aus dem Werk hinaus: Das Foto zeigt den letzten Sonnenaufgang, den Richter als Opel-Beschäftigter in Bochum vom Pausenplatz im Werk 2 in Blickrichtung Dortmund-Somborn erlebte.© Privat/Frank Richter | Privat/Frank Richter

Selfies? Gab es offenbar schon weit vor der Smartphone-Ära. Ulrich Giese hat sich 1981 beim Urlaub in der Bretagne mit seinem Freund Detlef Prybilla aus Hattingen fotografiert. Als Bochumer war Giese - natürlich - mit einem Opel Kadett auf Tour.© Privat/Ulrich Giese | Privat/Ulrich Giese

Leserin Maria Degener aus Hattingen erinnert sich an den ersten Opel ihrer Familie. Der weinrote Rekord wurde 1970 aufgenommen, beim Urlaub in Holland. "Ihm folgten noch viele weiter Opelmodelle, zuletzt ein Zafira A." © Privat/Maria Degener | Privat/Maria Degener

"Bei der Frage nach Opel-Erinnerungen dachte ich gleich an das erste Auto unserer Familie, einen Opel Kadett, den wir Anfang der 60er Jahre in einem Dürener Autohaus gekauft haben", schreibt R. Schwerter aus Bochum. Jahre später zog Schwerter sogar nach Bochum um und lebt seit 23 Jahren in der Stadt, in der einst das erste Auto der Familie gebaut worden war.© Privat/R. Schwerter | Privat/R. Schwerter

"Zwangsläufig war mein erstes Auto 1976 ein Opel Kadett C, dem beinahe jährlich weitere Kadetts folgten", schreibt Ulrich Giese. Mit seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau Jutta war er 1982 auf Korsika unterwegs. Da muss das Auto selbstverständlich auch aufs Foto, die Freundin bleibt in diesem Fall im Hintergrund. "Der Wagen war mein schönster Kadett D", schreibt Giese; er war lindgrün metallic.© Privat/Ulrich Giese | Privat/Ulrich Giese

Hubertus Salinger aus Bochum war viele Jahre ein stolzer Besitzer eines Opel Corsa: "Er war unser eigener Ü-Wagen, als wir dem Dalai Lama in Bochum im Kongress-Hotel begegnet sind. Dort hat uns "seine Heiligkeit" sein Porträt eigenhändig unterschrieben. Und wie einen Schatz, haben wir es dann nach Hause gefahren, während halb Bochum noch verschlafen war. Und er hat uns in die Toskana gefahren, mit uns fremde Länder gesehen. Wir haben ihn dann auch als Werbeauto gefahren für unsere Lachyogakurse, die wir hier in Bochum geben. Davon sind wir auch überzeugt gewesen, dass Lachen die beste Medizin ist: Nicht nur für die eigene Pumpe, sondern auch für den Motor.
Und so haben wir Ihn schließlich nach 420.000 Kilometern abstellen müssen - der Abschied tat weh. Aber so ist das halt. Irgendwann müssen wir alle einmal rechts abbiegen".© Privat/Hubertus Salinger | Privat/Hubertus Salinger

