Unfall

Schwebebahn in Wuppertal steht bis August 2019 still

Foto vom November diesen Jahres: Die Wuppertaler Feuerwehr sichert den Gleisabschnitt der Schwebebahn, nachdem sich dort eine Stromschiene gelöst hatte und in die Tiefe gefallen war.

Foto vom November diesen Jahres: Die Wuppertaler Feuerwehr sichert den Gleisabschnitt der Schwebebahn, nachdem sich dort eine Stromschiene gelöst hatte und in die Tiefe gefallen war.

Foto: dpa

Wuppertal.   Die Bahn wird wohl solange stillgelegt bleiben, wie noch nie in ihrer Geschichte. Im November war eine tonnenschwere Schiene zu Boden gekracht.

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Nach dem Absturz einer mehrere Hundert Meter langen Stromschiene vom 18. November steht die Wuppertaler Schwebebahn voraussichtlich noch bis August diesen Jahres still, und damit länger als je zuvor in ihrer Geschichte. Das haben die Wuppertaler Stadtwerke am Montag mitgeteilt. Erst dann werde es wohl möglich sein, das weltberühmte Verkehrsmittel wieder in Betrieb zu nehmen. .

Als Ursache gehen die Stadtwerke inzwischen davon aus, dass bei der Sanierung der Schwebebahn vor 18 Jahren ein Fehler passiert sei. Noch laufen jedoch die Feinuntersuchungen der Ermittler. Es steht aber bereits fest, dass sich "umfangreiche Sicherungsmaßnahmen" wie etwa eine erneuerte Aufhängung anschlössen, wodurch der lange Betriebsausfall zustande käme.

Es ist damit der längste Stillstand in der Geschichte der Wuppertaler Schwebebahn: Nach dem einzigen Unfall mit Todesopfern, bei dem im April 1999 ein Triebwagen in die Wupper stürzte, wurde der Betrieb im Juni wieder aufgenommen. Als 2013 ebenfalls eine Stromschiene abstürzte, ruhte der Betrieb bis Ende November. Selbst bei geplanten Baumaßnahmen zur Gerüsterneuerung stand die Bahn stets nur wenige Wochen still. "Zum dritten Mal in der Geschichte der Schwebebahn-Geschichte ist für mehrere Monate Stillstand", sagte Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan. Die Inbetriebnahme des "Wahrzeichens der Stadt" habe natürlich oberste Priorität.

>> Rückgrat der Stadt Wuppertal

Die Wuppertaler Schwebebahn ist mit 13,3 Kilometern Strecke und 20 Bahnhöfen das Rückgrat und wichtigste Verkehrsmittel der Stadt. Im Laufe der letzten 120 Jahre hat sie schon mehr als 1,5 Milliarden Menschen befördert. Täglich nutzen die Bahn nach Angaben der Stadtwerke rund 85.000 Fahrgäste. Im Jahr 1901 wurde die Schwebebahn eröffnet, seit 1997 steht sie unter Denkmalschutz. Im Jahr 2014 wurde die Trasse nach Jahrelanger Modernisierung, die immer wieder zu zum Teil Monate langen Sperrungen führte, wieder eröffnet. (dpa)

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