WAZ-Aktion

„Schwarzes Gold“: Panini-Album zum Ende des Bergbaus

Bilder wie dieses aus dem WAZ-Archiv werden nun seltener: Uwe Schulz, 2012  im Lehrstollen der Zeche Auguste Victoria in Marl.l

Foto: Jakob Studnar

Bilder wie dieses aus dem WAZ-Archiv werden nun seltener: Uwe Schulz, 2012 im Lehrstollen der Zeche Auguste Victoria in Marl.l Foto: Jakob Studnar

Ruhrgebiet.   WAZ und RAG-Stiftung veröffentlichen zur Schließung der letzten Zeche ein Panini-Album. Unter den 288 Bildern können auch Ihre Erinnerungen sein.

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Keine 15 Monate mehr. Kurz vor Weihnachten 2018 werden auf Bottrops Prosper-Haniel letztmals Bergleute einfahren, um zu fördern, dann ist es vorbei mit dem Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet. Was bleibt? Menschen, Halden, Gruben, Museen und Erinnerungen. Bilder natürlich.

Wir wollen die Bilder – und Sie haben die Chance, selbst ein Panini-Bild zu werden. Sie, Ihre Angehörigen, Ihre Siedlung. Überrascht? Dann sammeln Sie sich jetzt erstmal.

Worum geht es?

Im Januar 2018 ist jeder WAZ das Sammelalbum „Schwarzes Gold“ beigelegt. Außerdem kann man es in den üblichen Geschäften und in den WAZ-Leserläden für 1,95 Euro kaufen. Eine Tüte Bilder wird 60 Cent kosten. Im Album ist Platz für 288 Bilder rund um den Bergbau: Geschichte und Zukunft, Mythen und Legenden, Helden und Technik, Leben im Revier. Prinzip Panini. Eine Doppelseite gehört Ihnen: 14 bis 18 Bilder sollen von Lesern stammen.

Panini?

Das kennen Sie von Fußballbildern: Man kauft Tütchen, darin sind Bilder, die man einkleben kann – und doppelte versucht man wegtauschen. Die Gebrüder Panini verkauften so 1961 erstmals Mannschaftsbilder aus der 1. italienischen Liga. Das Prinzip eroberte die Welt, heute ist Panini nach eigener Darstellung der „weltweit größte Verlag von Sammelprodukten“. In verspielten Momenten nennt man sich „Bilderbuchkonzern“.

Wer macht das?

Tüten und Bilder könnten viele produzieren, aber die Technik, dass keine Doppelten in eine Tüte kommen, die hat nur Panini. Nehmen wir. Dann sind an Bord Oliver Wurm und Alexander Böker, die seit Jahren lokale Sammelalben in Deutschland vertreiben: Das berühmte „Revier sammelt Revier“ von 2014 war ihr Werk. Das Projekt „Schwarzes Gold“ entsteht außerdem in Kooperation mit der RAG-Stiftung, der Aktion „Glückauf Zukunft“ und dem Klartext-Verlag. Und, wie gesagt, Ihnen.

Was müssen Sie tun?

Wir möchten von Ihnen Fotos, die mit Bergbau zu tun haben. Das können Szenen aus der Arbeitswelt sein, Menschen im Bergbau, Sie selbst, Ihr Großvater, Bilder von normalen Leuten. Das können Sie aber gern auch ganz großherzig auslegen: Leben in der Kohleregion, Kumpel als Kicker, die Siedlung – geht alles. Wir bitten dazu um eine kurze Erläuterung: Was ist zu sehen, wo ist das, wann war das?

Und dann?

Sind Sie soweit? Dann schicken Sie die Bilder entweder mit der Post an die „WAZ Titelredaktion, Friedrichstraße 34 – 38, 45128 Essen“. Oder als Mail an „rhein-ruhr@waz.de“. Das Stichwort ,Panini’ wäre hilfreich. Einsendeschluss ist Samstag, der 14. Oktober. Wessen Bild es schafft ins Album, der gewinnt ein Exemplar der limitierten Hardcover-Ausgabe sowie eine Dose mit 50 Tüten Bildern.

Was kann noch passieren?

Bei der „Revier sammelt Revier“-Aktion gab es Prominente, die sammelten und zugleich als Bild im Album waren. Frank Goosen darunter, der Autor aus Bochum. Und der fand damals einen echten Goosen-Spruch: „Ich habe mich noch nicht doppelt. Klingt irgendwie unheimlich, dieser Satz.“

Glückauf!

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