Weniger Kontrastmittel im Abwasser

Mülheim.   Die Menge von Röntgenkontrastmitteln im Abwasser von Mülheim ist deutlich gesunken. Das ist das Zwischenergebnis eines Modellprojektes des Instituts für Wasserforschung in Mülheim.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Menge von Röntgenkontrastmitteln im Abwasser von Mülheim ist deutlich gesunken. Das ist das Zwischenergebnis eines Modellprojektes des Instituts für Wasserforschung in Mülheim.

„Auch wenn die Mittel keine schädliche Wirkung auf den Menschen haben, sind sie langfristig gesehen eine Verschmutzung der Umwelt“, hatte Dr. Wolf Merkel, Technischer Geschäftsführer des IWW Zentrums Wasser, vor dem Start des Projektes erklärt. „Die Stoffe können nämlich kaum herausgefiltert werden, bauen sich nur sehr langsam biologisch ab und gelangen über unsere Flüsse in die Meere.“

Seit Juli wurden an rund 1500 Patienten , die bei ihrer Röntgen-Untersuchung Kontrastmittel bekommen haben, Beutel verteilt. Sie verwenden diesen Urinbeutel bei den ersten vier Toilettengängen nach dem Röntgen. Anschließend wird er im Hausmüll entsorgt. Im Beutel selbst wird der Urin dann in ein geruchloses Gel umgewandelt. So gelangen die Kontrastmittel nicht ins Abwasser.

Nun zeigen sich erste Erfolge. Die Konzentration von Röntgenkontrastmitteln im Abwasser sei um bis zu 45 Prozent gesunken und die Wasserqualität sei besser geworden, teilte das Zentrum mit. Ziel sei es, das Projekt in absehbarer Zeit auf das gesamte Ruhrgebiet auszuweiten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben