Ruhrkonferenz

So soll der Tourismus im Ruhrgebiet gestärkt werden

Die Zahl der Touristen, die ins Ruhrgebiet kommt, steigt jedes Jahr weiter an. Das Themenforum Tourismus der Ruhrkonferenz hat nun Ideen vorgestellt, wie der  Zweig weiter wachsen kann.

Die Zahl der Touristen, die ins Ruhrgebiet kommt, steigt jedes Jahr weiter an. Das Themenforum Tourismus der Ruhrkonferenz hat nun Ideen vorgestellt, wie der Zweig weiter wachsen kann.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Wie kann der Tourismus im Ruhrgebiet noch weiter wachsen? Das Themenforum Tourismus der Ruhrkonferenz hat dazu nun drei Ideen vorgestellt.

Auch wenn die meisten wohl beim Thema Tourismus nicht unbedingt zuerst an das Ruhrgebiet denken: Die steigenden Touristenzahlen sprechen eine andere Sprache. Sie zeigen, dass der „Pott“ in Sachen Tourismus ordentlich aufholt. Schließlich haben die Hoteliers hierzulande schon zum neunten Mal in Folge Rekordergebnisse eingefahren. Und auch dieses Jahr verspricht wieder einen Rekordjahr zu werden. Bereits im ersten Quartal 2019 sind sowohl Gästeankünfte als auch die Zahl der Übernachtungen im Vergleich mit anderen Regionen NRWs deutlich gestiegen.

Dass also im Bereich Tourismus noch großes Potenzial schlummert, ist sich auch die Landesregierung sicher. Daher hat sich das Themenforum Tourismus der Ruhrkonferenz mit dem Thema ausgiebig beschäftigt, um das Revier für Touristen noch attraktiver zu machen und die die Gästezahlen weiter in die Höhe zu treiben.

So hatte das NRW-Wirtschaftsministerium bereits im Februar Hoteliers, Gastronomen, Vertreter der touristischen Institutionen des Ruhrgebietseingeladen, um zusammen unter der Fragestellung „Wie nutzen wir die Digitalisierung für den Tourismus?“ entsprechende Ideen zu entwickeln. Am Mittwoch wurden diese Ergebnisse nun im Duisburger Technologiezentrum Tectrum vorgestellt. Dabei wurden die folgenden drei Projektskizzen präsentiert:

1. Metropole Ruhr: Digitale Modelldestination NRW

Das Ziel des ersten Projektes ist es, eine digitale Datenbank für NRW zu erschaffen. Demzufolge sollen Städte, Kommunen, privatwirtschaftliche Unternehmen aber auch Privatpersonen ihre Daten, wie beispielsweise Öffnungszeiten oder Ticketpreise von Standorten auf eine Datenbank hochladen können. Diese Daten sollen dann für jeden zugänglich sein, so dass Apps oder Plattformen wie beispielsweise die bekannte Touristikwebsite „TripAdvisor“ mit den jeweiligen Informationen gefüttert werden können. „Damit soll ein digitaler Reiseführer für die Metropole Ruhr entstehen, der weltweit nutzbar ist“, erhofft sich Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus AG.

2. RUHR.Fußball

Auch das Thema Fußball hat einer Umfrage des Themenforums zufolge großes Potenzial für den Tourismus im Ruhrgebiet. „Mit dem Thema Fußball können wir einen spannenden Reiseanlass schaffen, der echt und authentisch ist und für das Ruhrgebiet steht“, sagte Biermann auf der Konferenz. So könnten Events rund um die Fußballspiele, wie Stadionführungen, dafür sorgen, dass Touristen ihren Aufenthalt verlängern würden. Mit diesen Maßnahmen sollten laut Biermann nicht Vereinsfans, sondern stattdessen diejenigen angesprochen werden, die wegen der guten Atmosphäre ins Stadion gingen.

3. RUHR.Digital

Die Idee der dritten Projektskizze ist es, an bestimmten Standorten eine digitale Infrastruktur zu installieren, so dass Touristen dort zusätzliche Informationen zu Attraktionen abrufen können. Möglichkeiten könnten demnach digitale Führungen oder Anwendungen sein, die die Vergangenheit, die Gegenwart oder die mögliche Zukunft des Standortes zeigen: . „Die Frage ist, wie wir mit Hilfe der Digitalisierung Erlebnisse vor Ort schaffen können“, sagt Biermann.

Noch diesen Sommer soll entschieden werden, welche der Ideen mit den Finanzhilfen des Bundes umgesetzt wird. Die Teilnehmer der Ruhrkonferenz werteten die Ergebnisse Themenforum Tourismus schon als Erfolg: „Das Themenforum hat wertvolle Impulse für die touristische Wertschöpfung in der Region geliefert“, sagte Staatssekretär Christoph Dammermann.

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