Crange

Politik sagt mit großer Mehrheit Ja zur Weihnachtskirmes

Auch Eisskulpturen - wie hier in London - sollen bei der Cranger Weihnachtskirmes eine Rolle spielen. Die Politik hat im Immobilienausschuss mit breiter Mehrheit für eine solche Veranstaltung und eine fünfjährige Vertragslaufzeit für den Investor gestimmt.

Foto: Ray Tang, Imago

Auch Eisskulpturen - wie hier in London - sollen bei der Cranger Weihnachtskirmes eine Rolle spielen. Die Politik hat im Immobilienausschuss mit breiter Mehrheit für eine solche Veranstaltung und eine fünfjährige Vertragslaufzeit für den Investor gestimmt. Foto: Ray Tang, Imago

Herne.   Die Politik hat sich für eine Cranger Weihnachtskirmes mit fünfjähriger Vertragslaufzeit ausgesprochen. Der Investor muss noch eine Hürde nehmen.

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Der Immobilienausschuss hat am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung grünes Licht für eine Cranger Weihnachtskirmes gegeben. Der Pachtvertrag mit Schausteller Sebastian Küchenmeister soll über fünf Jahre mit einer Option für drei weitere Jahre abgeschlossen werden. Für die von der Stadt favorisierte Variante - ein Jahr plus ein Jahr Option - sprach sich in nicht öffentlicher Sitzung nur Klaudia Scholz (Linke) aus.

Bevor sich jedoch am Donnerstag vor Totensonntag bis Silvester für knapp sechs Wochen die Tore eines solchen „Winter-Wunderlandes“ öffnen, muss Investor und Schausteller Sebastian Küchenmeister noch eine Hürde nehmen. Voraussetzung für die Genehmigung der Stadt ist nämlich die Vorlage von Lärmschutz-, Verkehrs- und Sicherheitsgutachten. Vor dem Start soll zudem ein Runder Tisch für Anwohner eingerichtet werden - so wie es SPD und CDU in der vergangenen Woche auf ihrer Informationsveranstaltung vorgeschlagen hatten.

SPD spricht von „Riesending“, die CDU vom „Hammer“

Nach Vorstellung des Konzepts gab es im öffentlichen Teil des Ausschusses Rückenwind für Küchenmeister: „Das ist ein Riesending, das sie in Herne planen“, sagte SPD-Ratsfrau Manuela Lukas. Als „Hammer“ bezeichnete Horst Severin (CDU) die Pläne. Seine Fraktion stehe voll dahinter.

„Die Veranstaltung steht und fällt aber mit der Akzeptanz bei Anwohnern“, so Lukas. Diese soll vor allem durch den Runden Tisch erreicht werden. Küchenmeister sagte zudem zu, während der Veranstaltung für Anwohner täglich rund um die Uhr ansprechbar zu sein.

Bedenken machten in der Sitzung die Linke sowie Kirmesplatz-Anwohner Ralf Kotbusch geltend. Der Bürger vermisste einen „offenen Dialog“ mit betroffenen Bürger im Vorfeld der Entscheidung. „Wir werden uns wehren“, kündigte er an.

Auf Nachfrage sagte Küchenmeister, dass er mit 50 Weihnachtsmarkthändlern, vier bis acht Fahrgeschäften, sechs Kinderfahrgeschäften und 15 Gastronomie-Betrieben plane. Sie hätten deutschlandweit Anfragen und können sich die Betreiber aussuchen.

Kritik am Namen der Veranstaltung

Die Verwaltung werde den Beschluss der Politik „zu 100 Prozent“ umsetzen, erklärte Frank Dudda auf Anfrage der WAZ. Die bisher eher ablehnende Position der Stadt begründete er so: „Wir müssen die Marke Cranger Kirmes schützen.“ Der Name „Cranger Weihnachtskirmes“ zeige, dass Küchenmeister im Fahrwasser der Cranger Kirmes fahren wolle. Und: Man müsse abwarten, „was von den Versprechungen in der Realität ankommt“.

Küchenmeister sagte im Ausschuss, dass er bereit sei, über einen anderen Namen nachzudenken.

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Schausteller Sebastian Küchenmeister (31) plant nach eigenen Angaben keine Kirmes, sondern einen „Mini-Themenpark“ zu Weihnachten - unter anderem mit einer 1000 Quadratmeter großen Eisbahn, Fahrgeschäften, Märchenwald, Weihnachtsmarkt, Eisskulpturen-Schau und Showelementen.

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