Ausstellung

Neue Bond-Schau in Bochum: 007 kehrt an „Geburtsort“ zurück

Um James Bond (hier Darsteller Daniel Craig mit dem Hollandturm in Wattenscheid) rankt sich eine Ausstellung in der Bochumer Innenstad

Um James Bond (hier Darsteller Daniel Craig mit dem Hollandturm in Wattenscheid) rankt sich eine Ausstellung in der Bochumer Innenstad

Foto: Gero Helm/dpa

Bochum.  Um James Bond rankt sich ab dem 1. Februar eine Ausstellung in der Bochumer City. Denn Fans wissen längst: 007 wurde in Wattenscheid geboren!

Eingefleischte Bond-Fans wissen’s seit Jahrzehnten. Alle anderen dürften, nun ja, erstaunt sein: 007 ist ein Wattenscheider! Das liefert den Bochumer Stadtwerbern eine Steilvorlage. „In geheimer Mission – Der Spion, der aus Wattenscheid kam“, heißt es für zwei Monate in der Innenstadt. Mit einer Ausstellung würdigt BO-Marketing den berühmtesten Literatur- und Filmspross der alten Hellwegstadt.

John Pearson: So heißt der Mann, dem Wattenscheid die 007-Legende zu verdanken hat. Der britische Schriftsteller war ein enger Freund von Ian Flemming, dem Schöpfer der Roman- und Filmfigur James Bond. 1973 verfasste Pearson eine – freilich komplett erfundene – Bond-Biografie. Darin lässt er den Meisterspion verkünden, dass er am 11. November 1920 in einer Stadt an der Ruhr namens Wattenscheid geboren wurde. Seine Mutter, so fabuliert Pearson, wollte den Jungen in England zur Welt bringen, verpasste aber die Abfahrt des Zuges, strandete in Wattenscheid und gebar ihren Stammhalter in Old Wattsche.

Vor Jahren wusste die „Welt“ zu berichten, dass Ian Flemming seinerzeit betrunken mit dem Finger auf eine Landkarte tippte, um den Geburtsort seines Romanhelden zu bestimmen. Heraus kam „Woattenschitt“: ein Ort, der Flemming allein der despektierlichen englischen Aussprache wegen so genehm erschien, dass er in der späteren „Biografie“ Erwähnung fand.

Original-Requisiten aus den Filmen

Bond ist Kult. 24 Filme wurden seit den 60ern gedreht. Allesamt Blockbuster mit Millionen-Publikum. Darunter Mario Schiefelbein. Der BO-Marketing-Geschäftsführer ist Bond-Fan. Umso mehr freut er sich, eine Ausstellung nach Bochum geholt zu haben, die 007 zurück in seine Heimat katapultiert.

Schauplatz ist ab dem 1. Februar ein leerstehendes Ladenlokal an der Kortumstraße 49. Partner von BO-Marketing ist Siegried Tesche, Filmjournalist, Buchautor und Bond-Kenner. „Die Herzen der Fans werden höher schlagen“, verheißen die Veranstalter und kündigen PS-starke Original-Exponate an: unter anderem den Flitzer Sunbeam Alpine S II aus „Dr. No“, den Ein-Mann-Hubschrauber Little Nellie aus „Man lebt nur zweimal“, den weißen Lotus Esprit aus „Der Spion, der mich liebte“, die schwarze Yahama XJ 650 Turbo aus „Sag niemals nie“ sowie den Düsenrucksack Jet Pack aus „Feuerball“. Neben den Bond-Mobilen sind auf 500 Quadratmetern Kostüme und Drehbücher zu bestaunen.

Bond im Visier der Physik

Ergänzend zur Ausstellung bietet Bochum Marketing weitere Aktionen an: darunter zwei Vorträge von Physiker und Bond-Kenner Prof. Metin Tolan vom Lehrstuhl Experimentelle Physik an der TU Dortmund. Die vielversprechenden Titel: „Geschüttelt, nicht gerührt! James Bond im Visier der Physik“ und „Mythen und Fakten aus Goldfinger. Bond im Visier der Physik.“

Der Geist von „Bond. James Bond“ soll bis Ende März lebendig sein. Erinnerungen an seinen Geburtsort dürfte 007 aber kaum haben. Laut Biografie zog er mit seinen Eltern mit fünf Jahren aus Wattenscheid ins Königreich.

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