Trauer

Das „Wunder“ blieb aus: Krebskranker Fynn ist gestorben

Lesedauer: 2 Minuten
Der 13-jährige Fynn aus Castrop-Rauxel ist am Mittwoch an einem unheilbaren Hirntumor gestorben.

Der 13-jährige Fynn aus Castrop-Rauxel ist am Mittwoch an einem unheilbaren Hirntumor gestorben.

Foto: Privat

Castrop-Rauxel.  Der krebskranke Fynn aus Castrop-Rauxel rührte die Leser mit seiner Geschichte. Der 13-Jährige wollte nie aufgeben – nun ist er gestorben.

„Es wär’ schön blöd, nicht an Wunder zu glauben“ – für den kleinen Fynn war diese Liedzeile von Wincent Weiss wie eine Überschrift über sein kurzes Leben. Nicht aufgeben, kämpfen und anderen Mut machen! So hat der 13-Jährige es bis zum Schluss gehalten.

Vor drei Wochen hatte diese Zeitung seine Geschichte erzählt, die Geschichte vom Kampf des Kindes gegen den Krebs in seinem Kopf, von seiner Kraft, seinem Witz und dem kleinen Buch, das der Junge über all das geschrieben hatte: „Wie ich mich ins Leben zurückgekämpft habe“. Doch die Krankheit war am Ende stärker: Am Mittwoch ist Fynn Born aus Castrop-Rauxel gestorben.

>>Lesen Sie hier die emotionale Geschichte: Diagnose Hirntumor. Oder: Wie Fynn (13) um sein Leben kämpft

Viele danken dem Jungen auf Facebook für die Spuren, die er hinterlässt

Er sei am Morgen „ganz friedlich eingeschlafen“, schrieb seine Familie auf Fynns Facebookseite „Im Regen tanzen und an Wunder glauben“. „Er hat an Wunder geglaubt und viele Wunder erlebt. Nun kann er wieder unbeschwert tanzen.“ Hunderte Menschen, von seiner Geschichte gerührt, verabschieden ihn dort mit liebevollen Kommentaren. Viele zeigten sich beeindruckt von Fynns Kämpferherz, dankten ihm für die Spuren, die er hinterlassen hat.

Erst vor einer Woche hatten die Eltern an selber Stelle Fynns letzte Spendenübergabe gepostet: 7000 Euro aus den Buch-Erlösen für „seine“ Station 41 der Kinderklinik am Klinikum Dortmund, die ihn seit seiner ersten Diagnose im November 2018 mehr als zweieinhalb Jahre betreut hatte. Schon als er begann, über seine Tumore, die er „Kackmore“ nannte, zu schreiben, hatte der Junge diesen Wunsch: Dass sein Büchlein verkauft wird und er das Geld weitergeben kann an die, die ihm helfen – die Kinderklinik, das Palliativzentrum Datteln und seine Pferdetherapeutin, die ihn unentgeltlich behandelt hatte.

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