Wandertipp

Guter Start in den Sommer: Wandertipps rund ums Ruhrgebiet

Foto: Daniel Maurer

.   Man muss nicht in die Ferne schweifen, um interessante Wanderwege zu finden. Die Stiefel geschnürt und los geht’s: Vier Routen ganz in der Nähe.

Frühsommer! Endlich wieder Licht, Sonne, Farben! Jetzt raus in die Natur. Ins Wanderland vor der Haustür.

Aber bitte bedächtig starten, nicht gleich zu viel zumuten. Neue Schuhe wollen eingelaufen werden, und in den Rucksack gehört auf jeden Fall ausreichender Wind- und Wärmeschutz. Und klar, Erste-Hilfe-Päckchen sind immer Pflicht! Hier einige Vorschläge für den Frühsommer-Wanderspaß:

Zwischen Ruhrgebiet und Sauerland

Auf dem Ruhrhöhenweg bei Schwerte: Los geht es wenige Meter südlich der Ruhr, beim Bahnhof Schwerte-Ergste. Die reizvolle Wanderroute folgt einem Teilstück des traditionsreichen „Ruhrhöhenwegs“ (Markierung XR), der hier zu Beginn den kleinen Elsebach zwischen Waldhang und Wiesenlandschaft durch ein liebliches Tal begleitet. Dabei nimmt allmählich die Steigung zu, der Weg führt durch ruhigen Mischwald und zieht stellenweise auch schon mal recht steil aufwärts. Aber keine Sorge, bald schon ist auf der Höhe der Weiler Refflingsen erreicht. Mit immer wieder wunderschönen Fernblicken ins nahe Sauerland geht es nun bequem durch die bäuerlich geprägte und nur locker bebaute Landschaft hinunter bis nach Kalthof, das Ziel der Wanderung. Von hier kommt man per Bahn direkt zum Ausgangspunkt zurück. Zeigt sich der Frühling von seiner besten Seite und ist die Freibadsaison schon eröffnet, freuen sich mitwandernde Kinder sicher über einen Abstecher ins nahe Elsebad (rund 2 Std. bzw. 8 km).

Im Naturpark Hohe Mark

Bei Haltern am See durch Wald und Feld: Start ist am Parkplatz an der Bundesstraße 58, nahe der Autobahn 43, westlich von Haltern am See. Hier, am Übergang vom Ruhrgebiet ins südliche Münsterland, sieht man sich gleich von den für den sandigen Boden der Hohen Mark so typischen Kiefernbeständen umgeben. Breite Forstwege leiten nun durch einen Teil des Waldstücks Vogelsheide. Anschließend wandert man nahezu ohne Steigungen durch die von Landwirtschaft geprägten Feldfluren bei Eppendorf. Weiter geht es auf das Dorf Lipp-ramsdorf zu, doch kurz zuvor schwenkt die Wanderroute ein Richtung Haltern-Freiheit. Dort geht es am Rande der Bebauung weiter. Auf dem Weg nach Bergbossendorf kommt man der idyllischen Lippe schon sehr nahe, doch im Ort heißt es zurück Richtung Norden wandern, und nun erneut durch den lichten Kiefernwald bis zum Parkplatz. Eine tolle Abrundung des Tages könnte ein Besuch des nicht weit entfernten Römermuseums in Haltern sein (rund 2.30 Std. bzw. 10 km).

Am Nordrand des Bergischen Landes

Rund um Sprockhövel-Haßlinghausen: Hier braucht es schon ein bisschen Kondition, wenn es im steten Auf und Ab rund um die Ortschaft Haßlinghausen geht – ein Muntermacher für den Wanderfrühsommer! Start ist an der Straße „Zum Strandbad“ (nahe der Bundesstraße 51), welches es hier aber längst nicht mehr gibt.

Abwechslungsreich führt nun die Runde – immer dem Zeichen HH nach – mal entlang bäuerlicher Feldfluren, mal durch lauschige Waldabschnitte, aber auch über hügelige Wiesen, die die Nähe zum Bergischen Land schon spürbar machen. Unterschiedlich wie die Landschaft ist auch die Wegbeschaffenheit: Von kleinen Waldwegen bis zu Strecken über Asphalt ist alles dabei. Und: Häufig ist man allein unterwegs. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, etwas zu essen und zu trinken mitzunehmen, da sich direkt am Weg keine Einkehrmöglichkeiten bieten (rund 3 Std. bzw. 12 km).

Im Ennepe-Ruhr-Kreis

Auf dem Graf-Engelbert-Weg von Hattingen nach Alter Schee: Die erste Etappe des Graf-Engelbert-Wegs, markiert mit X28, besticht durch liebliche Natur und reichlich Sehenswertes am Wegesrand, wie gleich zu Beginn die zauberhafte Hattinger Altstadt.

Ausgangspunkt könnte der S-Bahnhof Hattingen-Mitte sein, denn nicht weit entfernt startet auch die Wanderroute. Es geht an die Ruhr und dort entlang bis zur markanten Ruhrschleife am Isenberg. Ein kleiner Aufstieg endet an der Ruine Isenburg, nun geht es auf dem Kamm weiter nach Velbert-Nierenhof. Hier schließt sich mit der von steilen Wald- und Wiesenhängen geprägten Elfringhauser Schweiz ein landschaftliches Highlight an. Vorbei am Bergerhof, einem beliebten Ausflugsziel, wird danach die Herzkämper Mulde bei Sprockhövel-Gennebreck erreicht. Dort finden sich interessante Relikte des frühen Steinkohlebergbaus. Im malerischen Fachwerk-Ambiente der Ansiedlung Alter Schee ist das Etappenziel erreicht – sowie die Bushaltestelle für die Rückfahrt gleich an der Hauptstraße (rund 6 Std. bzw. 21 km).

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