Judith Braun (44), Kita-Fachkraft, hat Verständnis, dass manche Eltern Quereinsteigern im Erzieherberuf skeptisch gegenüber ständen, sieht aber vor allem auch die Chancen. Sie ist eine von fünf Menschen aus Nordrhein-Westfalen, die erzählen, warum sie sich entschieden haben, ihren bisherigen Beruf zu verlassen und etwas Neues zu wagen. Ihr Protokoll:

„An meinen beiden Töchtern habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir macht, Kinder durch ihren Alltag zu begleiten. Ursprünglich wollte ich nach meinem Germanistikstudium als freie Lektorin arbeiten. Doch ich habe einfach keine Stelle gefunden. Nach meiner längeren Erziehungspause hatte ich auf den Beruf auch keine Lust mehr. Ich habe dann zuerst als Tagesmutter gearbeitet und schließlich eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht – und wurde übernommen.