Normalerweise“, sagt selbst der Opferanwalt Elmar Giemulla, „sind Hinterbliebene dankbar zu wissen, dass ihre Angehörigen nicht gelitten haben.“ Allein, wer einen Verwandten auf Flug 4U9525 verloren hat, weiß es eben nicht. Die Kläger vor dem Essener Landgericht sind sicher, dass Todesangst herrschte an Bord, andere hoffen darauf, dass Experten wie Sabrina Sopka-Ulmer recht haben mögen.
Die ehemalige Flugbegleiterin aus Herten hat in der Luft mehrfach Situationen erlebt, die gerade noch gutgegangen sind. Einmal, sagt sie, „hatte ich schon abgeschlossen“. Und landete doch noch sicher. Aus ihrer Berufserfahrung weiß die Stewardess: „Das Letzte, was eine Crew möchte, ist eine Panik an Bord.“ Dafür tue das Personal alles, dafür sei es gut ausgebildet. Sabrina Sopka-Ulmer ist sicher, dass die Kollegen auch an Bord der Germanwings-Maschine alles getan haben, damit die Passagiere ruhig blieben. Sie glaubt auch, dass man, außer vielleicht in den vorderen Reihen, vom Geschehen an der Cockpit-Tür nichts mitbekam.


