Eine hohe Aufklärungsquote in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hat nur sehr begrenzt zu tun mit guter Polizeiarbeit, aber viel mit der Zahl der Diebstähle: Denn das sind hunderttausende Fälle jedes Jahr, die praktisch nie aufgeklärt werden. Sinkt also die Zahl der Diebstähle deutlich, dann steigt der Anteil jener Delikte, die eh besser aufgeklärt werden – und dann geht die Aufklärungsquote für die gesamte PKS automatisch hoch. So ist Statistik.
Warum wir das erzählen? Weil das Land NRW sich jetzt daranmacht, die Kluft zu erforschen zwischen Kriminalstatistik und Kriminalitätsfurcht. Die Kluft besteht darin, dass nach der Statistik die Kriminalität langfristig zurückgeht, nicht jedes Jahr, nicht in jedem Feld, bei weitem nicht, aber tendenziell; die Furcht vor Kriminalität aber offenbar zugenommen hat und davor, selbst zum Opfer zu werden.


