Es ist gerade vier Uhr an Kirchentag 2, da stürzt der Segensroboter ab. Er kriegt die Arme nicht mehr hoch, sein Bildschirm im Bauch bleibt blind. „Braucht eine Auszeit“, bedauert der menschliche Betreuer. Aber vier Tage evangelischer Kirchentag in Dortmund, mault ein nun segensloser Besucher, müsste der elektronische Pastor doch schaffen?
Wir sind kurz vorm Klostergarten, nebenan in St. Franziskus reden sie passenderweise über Anbetung zum Mitnehmen. Es ist voller als zu Weihnachten und wärmer ganz bestimmt. „Objekt überfüllt“, melden die Schilder der Pfadfinder vor der Tür. Das „Objekt“ ist eine katholische Kirche, zu Fronleichnam freigeräumt für die Protestanten. Mehr noch: Hier ist ein „Geistliches Zentrum“, man spricht über Gottesdienst. Was wohl beweist: So ein Kirchentag macht alles möglich.


