Breitensport

Mehr als 3000 Teilnehmer bei Drachenboot Fun-Regatta in Duisburg

Beim Stand-up-Paddling kämpften mancheTeilnehmer auch mit dem eigenen Gleichgewicht, um ein Zeichen gegen die Verschmutzung der Meere zu setzen.

Beim Stand-up-Paddling kämpften mancheTeilnehmer auch mit dem eigenen Gleichgewicht, um ein Zeichen gegen die Verschmutzung der Meere zu setzen.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Duisburg.   Mehr als 3000 Teilnehmer haben bei der Drachenboot Fun-Regatta im Duisburger Innenhafen mitgemacht. Die Queen fährt mit im langsamsten Boot.

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Petra Breuer hat das Paddel fest in beiden Händen. „Ready – Attention – Go!“ kommt das Signal vom Kommentator und Petra Breuer stemmt das Paddel ins Wasser des Innenhafens. Es spritzt auf ihr grünes T-Shirt. „Frösche“ steht darauf, ihr Teamname.

Bei der Drachenboot-Fun-Regatta sind am Wochenende etwa 170 Teams in verschiedenen Kategorien angetreten. Jeweils vier Boote mit jeweils 20 Paddlern und einem Trommler fahren dabei in einem Lauf gegeneinander.

Fans feuern an in Teamfarben

Die Frösche liegen zunächst hinten. Ihre Fans am Ufer schwingen grüne Fahnen und drehen laute Rasseln. „Los Frösche!“, ruft Elke Schmidt. Es hilft. Die Frösche werden holen auf. Im Ziel ist unklar, wer gewonnen hat. „Da ging es um Hundertstel“, mutmaßt Petra Breuer. Elke Schmidt ist sich sicher, dass ihre Anfeuerung zum Erfolg beigetragen haben. Sie ist mit grünem Mantel und Frosch-T-Shirt bestens gerüstet. Dazu passen grüner Schmuck und entsprechender Nagellack. Selbst ihr Essen ist farblich passend. In einer Tüte hat sie Trauben und kleine Gurken dabei.

Zur Regatta sind wieder tausende Besucher gekommen. Sie bejubeln die Fahrer und halten den Tag mit ihren Handys fest. Die Sieger fallen sich im Ziel in die Arme. Nur bei einem Team geht’s nicht um Schnelligkeit. „Wir wollen heute auf jeden Fall die Langsamsten sein“, kündigt Kathrin Geuther von den Nessie Hunters an, dem Team der Deutsch-Britischen Gesellschaft:. „Damit das auf jeden Fall klappt, fährt heute der Oberbürgermeister der Stadt Portsmouth bei uns mit“, ergänzt Robert Tonks. Eine andere Besonderheit in ihrem Boot: der älteste Drachenbootfahrer des Wochenendes, der 89-jährige Rolf Heusner.

Der Trick um möglichst langsam zu sein: Die Gesellschaft fährt mit einem Paddler weniger. Denn die Queen sitzt mit im Boot und die muss ja winken. Im königlichen Kostüm steckt Bob Clark. Er trägt Strumpfhose, Kleid und Umhang inklusive Pelzkragen, Handschuhe, einen Regenschirm mit Great-Britain-Print und eine Queen-Pappmaske. „Ziemlich warm“, räumt Clark ein, während ein paar junge Männer mit nacktem Oberkörper an ihm vorbeilaufen, „aber das ist es wert.“

Paddeln gegen die Vermüllung der Weltmeere

Einige Drachenboot-Fahrer probieren sich am Samstag auch im Stand-up-Paddling. Zu sechst padeln sie auf einem Brett quer durchs Innenhafen-Becken, schnappen sich einen Müllsack, fahren wieder zurück. Die Aktion soll auf die Vermüllung der Weltmeere aufmerksam machen. „Macht richtig Spaß, auch wenn wir langsamer als die Drachenboote unterwegs sind“, lacht Michel Wickert, der mit seinem Aloha-Team das kleine Finale gewinnt.

Am Sonntag färbt sich wieder eine Ecke des Innenhafens gelb. Beim Entenrennen starten wieder Hunderte gelber Quietsche-Enten. Richtig bunt wurde es beim Promi-Lauf. Vereine und Unternehmen haben dazu große Plastikenten gekauft und verziert. Da war etwa die Ente des Forums Duisburg, die mit bunten Post-Its eine verrückte Frisur bekommen hat oder die Ente der Firma Krohne, um die ein Ufo gebaut wurde und die als Alien ins Wasser geht. Der Erlös des Rennens geht wieder an den Verein für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung (VKM).

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