Eigentlich könnte Fadel B.* schon lange wieder in seiner nordirakischen Heimat sein. Ende April hätte er abgeschoben werden können, so wie er es wollte. Es wäre auch nicht schwer gewesen. Der 56-Jährige sitzt im Gefängnis. Dort sitzt er allerdings auch heute noch, und das liegt an der deutschen und der irakischen Bürokratie.

Rückblick: Im August 2015 endet vor dem Essener Landgericht ein spektakulärer Mammut-Prozess. Nach 64 Prozesstagen werden vier Iraker wegen Geldwäsche zu langen Haftstrafen verurteilt. Ursprünglich gab es acht Angeklagte, manche Vorwürfe der Staatsanwaltschaft brechen aber in sich zusammen. Die vier, die schließlich ins Gefängnis müssen, beteuern bis heute ihre Unschuld.