Die Oma ist schuld. Tim Rieckes Oma, nämlich, kam damals beim Kanalfest im Herbst 2004 mit dem Wirt des Vereinsheims des 1. Meidericher Kanuclubs ins Gespräch. Da hatte sie gerade erfahren, dass Tim wegen seines Asthmas nicht länger Fußball spielen konnte. Der Wirt schlug vor, das traurige Kind vorbeizuschicken „zum Paddeln auf dem Rhein-Herne-Kanal“. Vielleicht fände der Junge ja Spaß an Kanupolo. Tim Riecke war da fünf, am Montag ist er 20 geworden. Fürs „Paddeln“ (mit Ball) begeisterte er sich schnell – und vor allem: nachhaltig. „Kanupolo“, sagt er heute trocken, „ist mein Leben.“ Bei den Ruhr Games, die am Donnerstag beginnen, startet er nicht nur in dieser Disziplin. Der amtierende Vize-U21-Weltmeister und Duisburgs Sportler des Jahres ist zugleich Ruhr-Games-Botschafter für diese Sportart: ihr strahlendes Gesicht!

Sieben Mal pro Woche wird trainiert, zwei bis drei Stunden täglich