In Millionen älterer Gebäude in Deutschland steckt noch immer der Schadstoff Asbest. Betroffen sind vor allem Häuser aus den Baujahren 1960 bis 1993. Da in älteren Häusern mehr Reparaturen und Renovierungen anfallen, sehen Experten die Gefahr wachsen, dass Asbest dabei freigesetzt und eingeatmet wird. Es kann Krebs verursachen.
Es steckt vor allem in Putzen, Spachtelmasse und Fliesenkleber („PSF-Materialien“) und ist dort gebunden und ungefährlich, solange niemand Hand anlegt. „Doch sobald gebohrt, gehämmert oder der Putz aufgestemmt wird, werden die Fasern freigesetzt“, sagt Andreas Grosse-Holze von den Zentralen Diensten der Stadt Bochum. Man wolle keine Panik schüren, doch schon bei kleineren Arbeiten könne es zu einer massiven Belastung kommen. Erst neue, verfeinerte Messmethoden haben die Entdeckung des Asbest möglich gemacht.


