Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland werden laut einer Umfrage im Auftrag von E.ON den Super Bowl in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 2026 verfolgen. Das Unternehmen hat auf Basis der Umfrage und eigener Annahmen berechnet, wie viel Strom dabei durch TV-Übertragung und Verpflegung zusammenkommen kann.
Die Teams aus Seattle und New England stehen sich im Finale der nordamerikanischen Football-Profiliga gegenüber. Für die Energie-Fakten hat E.ON eine deutschlandweit repräsentative Appinio-Umfrage (1.000 Personen, 16–65 Jahre) ausgewertet und darauf aufbauend Hochrechnungen erstellt.
Fakt 1: Rund zwei Millionen Menschen schauen – meist von zuhause
Für den Super Bowl 2026 rechnet E.ON mit rund 2 Millionen Zuschauenden in Deutschland. Laut Umfrage verfolgen die Fans das Spiel mehrheitlich von zuhause, bevorzugt allein oder in Gruppen von bis zu fünf Personen. Public Viewing und größere Super-Bowl-Partys spielen demnach nur eine sehr geringe Rolle.
Fakt 2: Bis zu 475.000 Fernseher könnten gleichzeitig laufen
Beim Endgerät dominiert laut Umfrage der stationäre Fernseher. Streaming über Laptop, Tablet oder Smartphone folgt erst mit deutlichem Abstand. Hochgerechnet auf die erwartete Live-Reichweite bedeutet das: In der Super-Bowl-Nacht könnten in Deutschland bis zu 475.000 Fernseher gleichzeitig in Betrieb sein.
Fakt 3: TV-Übertragung: bis zu 320.000 kWh
Wie viel Strom ein Fernsehgerät verbraucht, hängt laut E.ON-Berechnung vor allem von der Bildschirmgröße ab. Für die Übertragung rechnet das Unternehmen mit einer Dauer von fünf Stunden (inklusive Vorberichterstattung, Halbzeitshow und Siegerehrung). Daraus ergibt sich pro Gerät ein Energiebedarf von etwa 0,5 bis 0,675 kWh.
Für alle betriebenen Fernseher zusammen beziffert E.ON den zusätzlichen Stromverbrauch in dieser Nacht auf bis zu rund 320.000 kWh. Als Vergleich nennt das Unternehmen: Das entspreche der Energiemenge, die für die jährliche Fahrleistung von knapp 110 Elektroautos benötigt werde – insgesamt etwa 1,64 Millionen Kilometer.
Fakt 4: Snacks treiben den Verbrauch
Beim Essen zeigt die Umfrage ein gemischtes Bild: Über 40 Prozent greifen am liebsten zu kalten süßen oder salzigen Snacks wie Chips oder Schokolade – ohne zusätzlichen Energieaufwand. Gleichzeitig werden bei vielen nachts aber auch Geräte wie Backofen oder Airfryer genutzt.
Konkret geben 36,9 Prozent an, sich für Fingerfood wie Chicken Wings oder Pommes zu entscheiden. 31,8 Prozent backen im Laufe der Nacht Pizza oder Tiefkühlpizza. Auf Basis dieser Angaben rechnet E.ON hoch: rund 740.000 Tiefkühlpizzen aus dem Ofen und 640.000 Portionen Chicken Wings aus dem Airfryer – und damit eine nächtliche „Snack-Spitze“ von bis zu 1 Million kWh.
Fakt 5: Gesamtbilanz: rund 1,32 Millionen kWh
Im Fazit bündelt E.ON die beiden Blöcke (Übertragung + Verpflegung) zu einer Gesamtrechnung: Deutschlandweit könne im Laufe der Nacht ein Stromverbrauch von rund 1,32 Millionen kWh entstehen, wenn rund zwei Millionen Fans live zuschauen.
Als Einordnung nennt das Unternehmen einen weiteren Vergleich: Das entspreche der Strommenge, die etwa 192.000 durchschnittliche deutsche Haushalte an einem Tag verbrauchen – „also eine Stadt größer als Bochum“.
So wurden die Werte berechnet
Umfrage: Appinio-Umfrage im Auftrag von E.ON Energie Deutschland, 1.000 Personen, 16–65 Jahre, Januar/Februar 2026.
TV-Leistung: 55-Zoll Smart-TV 100 Watt, 65-Zoll Smart-TV 135 Watt.
Übertragungsdauer: 5 Stunden (inkl. Vorbericht, Halbzeitshow, Siegerehrung).
E-Auto-Referenz: 19,5 kWh/100 km, 15.000 km/Jahr.
Kochen/Backen: Pizza im Elektrobackofen 3.000 Watt; eine Portion Chicken Wings im Airfryer 1.500 Watt.
Haushaltsstrom: Referenzwert 2.500 kWh/Jahr je Haushalt.


