- Die Solarbank 3 Pro ist Wechselrichter und Speicher in einem und das neuste Produkt der Solix-Reihe.
- Die neue Solarbank enthält auch künstliche Intelligenz.
- Wie schlägt sich der Balkonkraftwerk-Speicher in ersten Tests?
Die Solarbanken von Anker gehören zu den bekanntesten Speichern für Balkonkraftwerke. Händler wie Greensolar, Priwatt oder auch kleines Kraftwerk bieten ihre Komplettsets häufig mit diesen Geräten an. Die neuste Version der Solix-Reihe ist die Anker-Solarbank 3 E2700 Pro, die Speicher und Wechselrichter in einem Gerät kombiniert.
Erste Fachzeitschriften haben den neuen Speicher bereits getestet. Wir haben uns die Beiträge angesehen und die Unterschiede zum Vorgänger, der Solarbank 2 Pro, zusammengefasst. Das Ergebnis: Die dritte Version bietet einige clevere Extras – die jedoch nicht für jeden Haushalt und jedes Balkonkraftwerk zwingend notwendig sind.
Speicher für Balkonkraftwerke: Anker Solarbank 3 bietet mehr Kapazität
Optisch hat sich wenig getan: Die Solarbank 3 ist nur etwa zweieinhalb Zentimeter höher als ihre Vorgängerin. Deutlicher fällt der Gewichtsunterschied aus: Fast 30 Kilogramm bringt das neue Modell auf die Waage – rund 10 Kilogramm mehr als die Solarbank 2 Pro. Dafür steigt die Speicherkapazität auf rund 2,7 Kilowattstunden ohne Erweiterungsakku.
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Die Solarbank 2 Pro kam auf etwa 2,6 Kilowattstunden. Beide Modelle lassen sich mit bis zu fünf Zusatzakkus auf insgesamt bis zu 16 Kilowattstunden erweitern. Die Redaktion von „Computer Bild“ empfiehlt, mindestens einen Erweiterungsakku dazu zu bestellen. Kostenpunkt: ab 1898 Euro ohne Module und Halterung. Damit kann der Gesamtpreis schnell auf über 2000 Euro steigen.
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Preise der Solarbank 3:
| Produkt | Preis |
|---|---|
| Solarbank 3 Pro | 1199 Euro |
| Erweiterungsakku (2,6 kWh) | 719 Euro pro Akku |
| Erweiterungsakku (1,6 kWh) | 599 Euro pro Akku |
| Anker SOLIX Smarter Zähler | Aktuell Gratisaktion, sonst 99 Euro |
| Unterkonstruktion und Solarmodule | Je nach Konfiguration |
Datenstand ist der 9. September 2025
Anker Solarbank 3 mit Balkonkraftwerk im Set: Bis zu 150 Euro sparen
Wer die Solarbank 3 Pro im Set über Kleines Kraftwerk* bestellt, zahlt aktuell statt 1738 nur 2615 Euro. Das Max 2000 bifazial Pro von Balkonstrom* kostet mit Gitterbalkonhalterung aktuell 1615 statt 2065 Euro. Für diesen Preisvergleich haben wir die beiden Sets mit vier Solarmodulen (2000 Watt), Gitterbalkonhalterung und der Solarbank 3 Pro konfiguriert. Die Kombination aus dem Speicher und einem Balkonkraftwerk mit der Maximalleistung von 2000 Watt ist sinnvoll.
Dem Test von „Heises“ Computer-Magazin „c‘t“ zufolge kann die neue Solarbank 3 sogar bis zu 3600 Watt Solarleistung aufnehmen. Erlaubt sind für ein Balkonkraftwerk in Deutschland maximal 2000 Watt Modul- und 600 Watt Einspeiseleistung. Zwar gibt es über diverse Shops Sets mit bis zu 4000 Watt Modulleistung, diese muss aber ein Fachbetrieb installieren. Liegt die Leistung der Module bei maximal 2000 Watt, ist die Eigenmontage möglich.
Solarbank 3 oder reicht die 2er-Version? Test mit klarer Empfehlung
In keinem der Tests gibt es große Kritikpunkte, perfekt ist die Anker-Solarbank allerdings nicht: Der Test von „c‘t“ beschreibt das AC-Kabel für den Anschluss an die Steckdose mit drei Metern als „etwas kurz geraten“. Die Tester von „Computer Bild“ vermissen eine hauseigene Einbindung in Home-Assistant-Systeme. Das ist bei der Solarbank 3* nur via Drittanbieter-Apps möglich. Die Tester von „energiemagazin.com“ bemängeln die Speicherkapazität von rund 2,7 Kilowattstunden ohne zusätzliche Akkus.
Mit oder ohne Zusatzakkus ist die Anker Solarbank 3 grundsätzlich kein Schnäppchen. Mit Preisen oberhalb von 1000 Euro müssen Verbraucher in jedem Fall rechnen, wenn noch Solarmodule und Halterung dazukommen. Laut „Computer Bild“ sind sie auch mit der Solarbank 2 gut bedient, die über Anker* für 699 Euro aktuell um 500 Euro reduziert ist. Wer 500 Euro mehr in die Solarbank 3 investiert, bekommt aber ein paar interessante Extras dazu.
Solarbank 3 versus Solarbank 2: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
| Solarbank 3 Pro | Solarbank 2 Pro | |
|---|---|---|
| Speicherkapazität | ca. 2,7 kWh | ca. 1,6 kWh |
| Erweiterbar | Ja, bis zu 5 Akkus mit insgesamt 16kWh | Ja, bis zu 5 Akkus mit insgesamt 16kWh |
| Moduleingänge | 4x 900 Watt | 4x 600 Watt |
| Maximaler Stromeingang | 3600 Watt | 2400 Watt |
Neue Solarbank 3 von Anker öffnet Tor zu dynamischen Stromtarifen
Neu an der Solarbank 3 ist, dass sie in zwei Richtungen ausgelegt ist und somit auch am Stromnetz laden kann. Das ist vor allem mit Blick auf dynamische Stromtarife interessant, wenn das gezielte Ein- und Entladen des Speichers von Schwankungen am Strommarkt profitiert. Solche dynamischen Stromtarife sind sinnvoll, wenn alle Hausgeräte in einem Smart-Home-System vernetzt sind und es große Verbraucher, wie eine Wärmepumpe oder eine E-Ladestation gibt.
Für ein Balkonkraftwerk allein lohnen sich dynamische Stromtarife dagegen weniger. Die Tester von „Computer Bild“ sehen die Anker Solarbank 3 Pro daher an der Schnittstelle zwischen Balkonkraftwerk und regulärer Photovoltaik-Anlage. „Wer das System mit acht Modulen und vielen Akkus als kleine PV-Anlage anmeldet, kann vermutlich sogar fast seinen gesamten Stromverbrauch abdecken“, heißt es im Test. Dann ist aber in jedem Fall eine fachmännische Installation nötig.
Was sind dynamische Stromtarife?
Dynamische Stromtarife orientieren sich stündlich am Börsenstrompreis. Ist viel Strom im Netz – etwa durch Wind- oder Solarenergie – sinkt der Preis. Bei hoher Nachfrage steigt er. Kunden zahlen aber nicht nur den Börsenpreis, sondern auch Steuern, Umlagen, Netzentgelte und einen Aufschlag des Anbieters. Wer flexibel ist und seinen Verbrauch in günstige Zeiten verschiebt, kann trotzdem deutlich sparen. Sinnvoll ist eine intelligente Stromsteuerung über ein Smart-Home-System.
Neuer Anker-Speicher für Balkonkraftwerke kommt mit KI-Upgrade
Die sogenannte Anker Intelligence ist ein weiteres Extra der Solarbank 3. Die künstliche Intelligenz haben sich die Tester von „energiemagazin.com“ sehr genau angeschaut. Ähnlich wie bei den dynamischen Stromtarifen geht es hierbei um eine effizientere Nutzung des Balkonkraftwerks. Ein Beispiel ist die Wetterprognose. Über die KI soll die Solarbank die Sonnenstrahlung der nächsten Tage eigenständig erkennen und das Ein- und Entladen entsprechend anpassen.
Laut „energiemagazin.com“ nutzt die KI dafür folgende Daten:
- Wettervorhersagen
- Standortdaten, um den Sonnenverlauf an einem bestimmten Ort zu berechnen
- Vergangene Stromverbrauchsmuster, um vorherzusehen, wann im Haushalt besonders viel oder wenig Energie benötigt wird
- Strompreise bei der Verwendung eines dynamischen Stromtarifs
Zu Beginn muss die KI eine Lernphase durchlaufen, in der sie essenzielle Daten zu Verbrauchs- und lokalen Wettermustern sammelt. Die Tester von „energiemagazin.com“ empfehlen, die Solarbank während der Lernphase nicht zu bewegen und eine stabile WLAN-Verbindung sicherzustellen. Ist die Lernphase abgeschlossen, errechnet die KI auch eine Prognose des zu erwartenden Energieertrags.

Fazit zur neuen Solarbank 3 Pro: High-End-Produkt, aber kein Preistipp
Solide Verarbeitung, mehr Speicherkapazität, zukunftssichere Technik – so lässt sich die dritte Generation der Anker Solarbank in wenigen Worten zusammenfassen. Mit einem Preis ab 1199 Euro ist die Anker Solarbank 3 E2700 Pro* kein Preistipp. Für das Geld bekommen Käufer aber ein High-End-Produkt. Wer sein normales Balkonkraftwerk mit zwei Solarmodulen upgraden möchte, kommt auch aus Sicht der „Computer Bild“-Tester aber auch gut mit dem Vorgängermodell klar.
In aktuellen Tests konnten sich neben Anker auch andere Balkonspeicher wie von Growatt oder Zendure behaupten. Den Growatt Noah 2000 gibt es etwa schon ab 500 Euro. Grundsätzlich sollten Interessierte vorab immer prüfen, ob ein Speicher zum Balkonkraftwerk überhaupt sinnvoll ist. Wird der erzeugte Strom am Tag fast vollständig verbraucht, rechnet sich ein teurer Speicher weniger.
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