• Die Grippewelle rollt: Die Zahl der Fälle von Grippe nimmt zu, auch bei Corona und anderen Atemwegserkrankungen kommt es zu einem Anstieg
  • Die Zahlen bewegen sich laut einer RKI-Auswertung aber noch auf einem moderaten Niveau
  • Wo grassiert die Grippe aktuell am stärksten? Wer ist besonders betroffen? Der Überblick

Schnupfen, Husten, Gliederschmerzen: Die Erkältungssaison hat begonnen. Das zeigt auch das Infektionsradar des Robert Koch-Instituts (RKI). Demnach kommt es in Deutschland derzeit wieder häufiger zu Atemwegserkrankungen. Dazu zählen neben der klassischen Grippe (Influenza) auch Corona (Covid-19) und RSV-Fälle.

Medikamente und eine Kanne und Tasse Tee auf einem Nachttisch
Das RKI beobachtet das Infektionsgeschehen und gibt Auskunft darüber, wie sich die aktuelle Grippewelle ausbreitet.© Bernd Weißbrod/dpa | Bernd Weißbrod

Das Infektionsgeschehen, gemessen an der Zahl der Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen, ist demnach steigend. Zuletzt zählte das RKI 1294 Arztbesuche je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, wie aus dem Infektionsradar der Behörde hervorgeht. Besonders viele Menschen gingen in Schleswig-Holstein zum Arzt, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Auch in allen anderen Bundesländern – bis auf das Saarland – ist eine steigende Tendenz abzulesen. Deutschlandweit war der Wert mit 3363 Arztbesuchen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Altersgruppe von 0 bis 4 Jahren in der letzten Woche am höchsten.

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Laut RKI standen in den vergangenen vier Wochen vier Arztbesuche je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung. Dieser Wert blieb den Experten zufolge zuletzt stabil. Einen leichten Anstieg gab es in der vergangenen Woche bei den Influenza-Fällen, umgangssprachlich auch als Grippe bekannt.

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Immer mehr Menschen kamen außerdem wegen schwerer Atemwegserkrankungen ins Krankenhaus: In der vergangenen Woche waren es laut RKI etwa 8,4 von 100.000 Menschen in Deutschland. Die Zahl der Behandlungen ging in den vergangenen Wochen merkbar hoch. Auf schwere Coronafälle gingen 0,1 Krankenhausaufnahmen je 100.000 Einwohner zurück – das entspricht etwa einer Aufnahme ins Krankenhaus pro einer Million Menschen. Auch dieser Wert nahm zuletzt zu.

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Am stärksten betroffen waren Menschen ab 80 Jahren. In dieser Altersgruppe wurden 36,9 Krankenhausaufnahmen je 100.000 Einwohner gemeldet. Die Zahl ist in den vergangenen vier Wochen ebenfalls gestiegen. Auch die SARS-CoV-2-Viruslast im Abwasser ist in den vergangenen Wochen leicht angestiegen.

Im letzten Monatsbericht zu Atemwegserkrankungen Ende September bezeichnete das RKI die Zunahme als „eine für diese Jahreszeit übliche Beobachtung“. Vor allem Erkältungsviren wie Rhino- und Parainfluenzaviren seien dafür verantwortlich. Zugleich melden die Epidemiologen: „Jedoch zeigte sich in den letzten Wochen bereits in verschiedenen Systemen ein allmählicher Anstieg der SARSCoV-2- und Influenza-Aktivität.“