Statine sind Medikamente, die primär zur Bekämpfung erhöhter Cholesterinwerte eingesetzt werden. Sie senken das sogenannte LDL‑Cholesterin. Ein zu hoher LDL-Wert kann dazu führen, dass sich Cholesterin in den Gefäßwänden ablagert und dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle steigt.

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Doch könnte eine Behandlung mit Statinen sogar noch andere Wirkungen haben – und unter Umständen gegen Demenz schützen? Dieser Frage ist ein Forschungsteam vom Universitätsklinikum Kopenhagen nachgegangen. Dafür werteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Daten von mehr als 132.000 Menschen mit Typ-2-Diabetes aus.
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Die Teilnehmer stammten aus dänischen Gesundheitsregistern. Bei allen war zwischen 2006 und 2019 erstmals Typ-2-Diabetes festgestellt worden. Zuvor hatten sie keine Statine eingenommen. Die Forscher untersuchten anschließend, wann nach der Diabetesdiagnose eine Statintherapie begonnen und wie häufig später eine Demenz diagnostiziert wurde.

Dabei teilten sie die teilnehmenden Personen in drei Gruppen ein. Eine Gruppe begann innerhalb des ersten Jahres nach der Diabetesdiagnose mit der Einnahme. Eine zweite startete zwischen einem und fünf Jahren danach. Die dritte Gruppe erhielt innerhalb der ersten fünf Jahre keine Statine.
Demenz: Früher Start mit Statinen senkt Risiko
Das Ergebnis fiel je nach Zeitpunkt der Behandlung unterschiedlich aus. Während der durchschnittlich 7,1 Jahre langen Beobachtungszeit entwickelten 2,7 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Demenz. Bei denjenigen, die innerhalb des ersten Jahres mit Statinen begonnen hatten, lag das geschätzte Demenzrisiko nach zehn Jahren 15 Prozent niedriger als bei Menschen ohne Statintherapie. Bei einem späteren Behandlungsbeginn war das Risiko um 10 Prozent niedriger.
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Warum dieser Zusammenhang besteht, lässt sich aus der Untersuchung allerdings nicht ableiten. Die Studie ist eine Beobachtungsstudie. Sie kann deshalb nicht beweisen, dass die Statine selbst für das geringere Demenzrisiko verantwortlich sind. Die Forscher betonen, dass weitere Untersuchungen nötig sind, um die Ergebnisse zu bestätigen.
Für die Forschergruppe sind die Ergebnisse dennoch interessant. Menschen mit Typ-2-Diabetes haben grundsätzlich ein erhöhtes Demenzrisiko. Gleichzeitig gilt ein hoher LDL-Cholesterinspiegel als veränderbarer Risikofaktor für Demenz. Eine frühzeitige Behandlung erhöhter Cholesterinwerte könnte deshalb möglicherweise auch für die Demenzprävention eine Rolle spielen. Ob Statine tatsächlich vor Demenz schützen können, ist damit aber noch nicht geklärt.






