Im Distrikt Mpanda im Norden von Burundi nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo haben die örtlichen Behörden den Ausbruch einer bislang ungeklärten Krankheit gemeldet. Insgesamt sind 35 Menschen erkrankt, zudem wurden bereits fünf Todesfälle registriert. Nach Angaben der Behörden konnten bekannte und für die Region typische Erkrankungen durch entsprechende Tests ausgeschlossen werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich alarmiert und entsendet ein Expertenteam nach Burundi, um die Ursache der Erkrankung zu untersuchen.

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Wachsende Sorge: Tödliche Krankheit bislang unerkannt

Wie die WHO in einem ersten Bericht mitteilt, zeigen die Betroffenen ein uneinheitliches Krankheitsbild. Zu den registrierten Symptomen zählen Fieber, Erbrechen, Durchfall, Blut im Urin, ausgeprägte Erschöpfung sowie Bauchschmerzen. In besonders schweren Fällen treten zudem Anzeichen von Gelbsucht und Anämie auf.

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Diese Symptomatik entspricht grundsätzlich dem Muster sogenannter hämorrhagischer Fiebererkrankungen, also Infektionen, die durch RNA-Viren ausgelöst werden. Zu den bekannten Krankheiten dieser Gruppe zählen etwa Ebola, das Marburg-Virus sowie Lassa-Fieber, Dengue-Fieber und Gelbfieber.

Erste Untersuchungen bei den Erkrankten verliefen jedoch negativ. Weder Ebola noch das Marburg Virus, das Rifttal-Fieber, Gelbfieber oder das Krim-Kongo-Fieber konnten nachgewiesen werden. Die Ursache des Ausbruchs ist damit weiterhin unklar.

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Regionaler Ausbruch soll durch Schutzmaßnahmen begrenzt werden

Bislang ist der Ausbruch auf den Distrikt Mpanda begrenzt. Nach Angaben der Behörden sind vor allem Mitglieder desselben Haushalts sowie enge Kontaktpersonen betroffen. Weitere Erkrankungen im weiteren Umfeld wurden bisher nicht gemeldet.

Burundis Gesundheitsministerin Lydwine Badarahana versicherte in einer offiziellen Mitteilung, dass die Untersuchungen und die Ursachenforschung intensiviert werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Alle erforderlichen Schutzmaßnahmen seien eingeleitet worden.

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Zugleich hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Expertenteam aus dem nationalen Notfalleinsatzzentrum und dem nationalen Referenzlabor entsandt, um die Hintergründe der Erkrankung zu klären. Die Organisation koordiniert dabei unter anderem die Krankheitsüberwachung, die klinische Versorgung, die Labordiagnostik sowie Maßnahmen zur Infektionsprävention und Kontrolle. Noch ist unklar, wie ansteckend die Krankheit ist und ob sie sich über die betroffene Region hinaus ausbreiten könnte.