Ein Getränk an der Bar, ein Souvenir im Shop, Datenvolumen fürs Internet während der Reise – und natürlich ein wenig Trinkgeld für die fleißigen und freundlichen Servicekräfte an Bord: Während einer Urlaubsreise auf dem Meer kann da für Passagiere ganz schön was zusammenkommen, zusätzlich zum oft üppigen Reisepreis. Doch auf Kreuzfahrtschiffen zahlen Reisende meist nicht direkt mit Geld oder Kreditkarte, sondern über eine Bordkarte. Wer sich vorab mit wenig Aufwand über das Bezahlen an Bord informiert, vermeidet unnötige Kosten und Stress, erklärt der Geldratgeber Finanztip.

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Ihre Bordkarte erhalten Kreuzfahrtgäste zu Beginn der Reise – ein unscheinbares Stück Plastik, das schnell zum ständigen Begleiter wird. Sie ist nicht nur der Schlüssel zur eigenen Kabine, sondern zugleich Zugang zu fast allem, was das Leben an Bord angenehm macht. Das kühle Getränk am Pool, das Abendessen im Restaurant, der Besuch im Spa oder auch der spontane Einkauf: Statt Bargeld oder Kreditkarte genügt ein kurzer Handgriff, und alles wird bequem über die Bordkarte verbucht.

Erst am Ende der Reise werden die gesammelten Ausgaben in einer einzigen Bordrechnung beglichen. Damit das funktioniert, muss ein Zahlungsmittel hinterlegt werden. Das geht oft schon vorab online, alternativ an Bord an Automaten oder an der Rezeption. Doch worauf müssen Kreuzfahrtreisende achten, damit sie nicht in die Kostenfalle tappen?

Geld ausgeben auf Kreuzfahrt: Welche Bezahlkarten an Bord funktionieren

Welche Karten akzeptiert werden, hängt von der jeweiligen Reederei ab. Kreditkarten funktionieren fast immer problemlos. Bei Debitkarten und insbesondere Prepaidkarten mit einem aufgeladenen Guthaben lohnt sich ein genauer Blick in die Bedingungen – sowohl der Reederei als auch der eigenen Karte –, denn sie werden nicht überall akzeptiert. Teilweise können Reisende auch Bargeld als Sicherheit hinterlegen. Das wirkt unkompliziert, kann aber am Ende der Reise Zeit kosten: Denn Restbeträge werden bar ausgezahlt, und gerade am Abreisetag entstehen schnell lange Warteschlangen.

Bezahlproblem auf Reisen

Die aktuelle Bordrechnung können Gäste auf vielen Schiffen jederzeit im Blick behalten. Ob über die App der Reederei, an Bordterminals, auf dem Kabinenfernseher oder als Ausdruck an der Rezeption – die Übersicht über alle gebuchten Leistungen ist jederzeit abrufbar.

Geld auf der Karte kann blockiert sein

Wichtig zu wissen: Während der Reise setzen viele Reedereien sogenannte Vorautorisierungen. Dabei wird ein Betrag auf dem Konto oder im Kreditkartenrahmen reserviert, ohne dass tatsächlich Geld abgebucht wird. Nach Begleichung der Bordrechnung sollten diese Reservierungen wieder freigegeben werden – in der Praxis kann das jedoch bis zu 30 Tage dauern. Wer mit Debitkarte, Prepaidkarte oder einer Kreditkarte mit niedrigem Limit zahlt, hat dadurch vorübergehend weniger verfügbares Geld.

Aida, Mein Schiff & Co.: Auf Bordwährung und Trinkgeld achten

Bei den Anbietern Aida und Mein Schiff (PDF) beispielsweise zahlen Urlauber meistens in Euro. Andere Reedereien rechnen – je nach Route – in Euro oder US-Dollar ab, etwa MSC Cruises oder Norwegian Cruise Line. Wie an Land gilt: Am besten in der jeweiligen Bordwährung zahlen und die Umrechnung der eigenen Bank überlassen – die angebotene Umrechnung direkt an Bord ist oft teurer.

Auch beim Trinkgeld gibt es Unterschiede: Manche Reedereien buchen automatisch eine tägliche Servicepauschale. Bei anderen ist sie bereits im Reisepreis enthalten oder kann individuell festgelegt werden. Finanztip rät, die Ausgaben während der Reise im Blick zu behalten und zusätzlich einen finanziellen Puffer einzuplanen.

Mancher Urlauber besitzt vielleicht noch gar keine passende Kreditkarte. Für Reisen ins Ausland sind vor allem Kreditkarten ohne Jahresgebühr sowie mit möglichst geringen Kosten für Zahlungen und Bargeldabhebungen sinnvoll. Eine aktuelle Übersicht mit verbraucherfreundlichen Kreditkarten bietet der unabhängige Geldratgeber Finanztip.

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Kreuzfahrt: Internet an Bord kann zur Kostenfalle werden

Eine weitere Kostenfalle zeigt sich oft erst nach der Rückkehr – auf der monatlichen Handyrechnung. Kreuzfahrtschiffe nutzen Satellitenverbindungen für das Daten-Roaming. Diese fallen auch in europäischen Gewässern nicht unter die EU-Roaming-Regulierung. Entsprechend können für das Surfen an Bord höhere Kosten entstehen.

Zwar gibt es ab rund 60 Euro eine Sperre, und deutsche Mobilfunkbetreiber fragen per SMS, ob weitergesurft werden soll. Um sicherzugehen, sollten Kreuzfahrtgäste aber

  • die mobile Datenverbindung an Bord deaktivieren,
  • den Flugmodus aktivieren oder
  • die SIM-Karte aus dem Gerät nehmen.

Denn Smartphones wählen sich automatisch in verfügbare Netze ein – auch ohne aktive Nutzung.

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Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit finanztip.de. Deutschlands führender Geldratgeber für Verbraucher ist Teil der gemeinnützigen Finanztip-Stiftung.