Mit Milch, Zucker oder einfach „schwarz“: Jeder peppt seinen Kaffee am Morgen anders auf. Nun scheint sich ein neuer Trend zu entwickeln. Immer mehr Menschen tun Salz in ihre Wachmacher – aus Geschmacksgründen. Doch das ist nicht unbedingt gesund.

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Salz soll den Kaffee süßer machen und die Aromen verstärken. „Es mildert die Wahrnehmung der bitteren Noten im Koffein, was wiederum dazu führen kann, dass Kaffee süßer schmeckt“, sagte die britische Psychologin Elanor Bryant gegenüber der britischen Tageszeitung „Sun“. Dass eine Prise Salz andere Gewürze in Gerichten hervorhebt und die Aromen sozusagen noch einmal beflügelt, ist nicht unbedingt neu – Salz im Kaffee allerdings schon.

Salz im Kaffee: Expertin warnt vor gesundheitlichen Schäden

Allerdings warnte die Psychologin vor einem Überstrapazieren dieses Trends, denn „es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für irgendwelche gesundheitlichen Vorteile der Zugabe von Salz zum Kaffee“, so Bryant. Eine regelmäßige Erhöhung der Salzzufuhr könnte demnach sogar schädlich sein, „insbesondere für Menschen, die mehrere Tassen pro Tag“ trinken, so Bryant.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert seit Längerem Grenzwerte für den Salzgehalt in Nahrungsmitteln und empfiehlt, selbst maximal fünf Gramm Salz pro Tag zu sich zu nehmen. Wer zu viel von dem Würzmittel verwendet, steigert das Risiko für Bluthochdruck und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die Nieren werden vor große Herausforderungen gestellt, um überschüssiges Salz auszuscheiden.

Wie Menschen ihren Kaffee trinken, ist genetisch bedingt

Neben dem Trend, Salz in den Kaffee zu schütten, verriet die Psychologin von der Universität Bradford außerdem: Wie Menschen ihren Kaffee trinken, ist genetisch bedingt. So haben Menschen entweder eine Vorliebe für bittere Geschmacksrichtungen oder eben nicht. Das hänge laut Bryant von „dominanten und rezessiven Genen“ ab, welche die Geschmackswahrnehmung beeinflussen.

Generell seien bittere Noten in Kaffee oder anderen Getränken und Nahrungsmitteln nur eine Frage der Gewohnheit. Doch der schnelle Griff zu Zucker und Co. führe auf Dauer zu einer Anpassung, um den Kaffee für den Gaumen angenehmer zu machen.

rk