Schon seit mehreren Wochen verbreitet sich eine neue Grippewelle innerhalb von Großbritannien – und das bereits früher als üblich. Dabei handele es sich um eine neue Variante des Grippevirus Influenza A (H3N2). Deshalb mehren sich dort inzwischen die Krankenhausaufnahmen, besonders bei Schulkindern und jungen Erwachsenen, wie die medizinische Fachzeitschrift „British Medical Journal“ (BMJ) berichtet.
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Influenza A: Variante ist mutiert, Impfstoff nicht angepasst
Die neue Variante sei eine genetisch abgeleitete Untergruppe einer größeren Gruppe, eine sogenannte Subklade. Sie unterscheide sich in sieben entscheidenden Mutationen vom aktuellen Impfstoffstamm, der auf einer andere Subklade ausgerichtet ist. Der aktuell empfohlene Impfstoff richte sich auf den im Februar 2025 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Stamm.

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Laut BMJ deuten erste Modellrechnungen in Großbritannien darauf hin, dass die neue Variante von Influenza A eine höhere Übertragungsrate besitzt. England stehe im Hinblick auf die Kapazitäten der Krankenhäuser vor einem der härtesten Winter seiner Geschichte: Bis zu 20 Prozent mehr Erkrankungsfälle seien aktuell im Bereich des Möglichen. Der Wirkstoff für die Grippesaison 2025/26 schütze laut den Daten aus Großbritannien 70 bis 75 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahren sowie 30 bis 40 Prozent der Erwachsenen vor schweren Verläufen.
Deutschland: noch verschont, aber vielleicht nicht mehr lange
„Unabhängig davon, welche Virenstämme zirkulieren: Der Impfstoff hilft nachweislich dabei, gefährdete Personen vor schweren Erkrankungen und Krankenhausaufenthalten zu schützen“, sagte der britische Epidemiologe Jamie Lopez Bernal. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sei noch keine Grippewelle in Deutschland in Sicht. Die Aktivität von Atemwegserkrankungen und Grippe liege im niedrigen Bereich. Die Subklade könne aber noch in diesem Winter nach Deutschland rüberschwappen.
fmg/jan







