Heiße Getränke und Speisen gelten oft als wohltuend für den Körper. Doch eine aktuelle Studie aus den USA legt nahe: Ihre Wirkung geht noch viel weiter. Während in Asien schon lange davon ausgegangen wird, dass kalte Lebensmittel die Gesundheit beeinträchtigen können, spielte dieses Thema in westlichen Ländern bislang kaum eine Rolle.

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Forscherinnen und Forscher wollten nun genauer untersuchen, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Konsum kalter Speisen und Beschwerden wie Verdauungsproblemen oder sogar Angstzuständen gibt. Es handelt sich um die erste Studie in den USA, die den Verzehr von kalten und warmen Speisen direkt mit gesundheitlichen Folgen in Verbindung bringt, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „British Journal of Nutrition“ veröffentlicht.

Studie erforscht Verbindung zwischen warmen Lebensmitteln und Psyche

Für die neue Studie rekrutierte ein Wissenschaftlerteam von der San Diego State University 212 Amerikaner asiatischer Herkunft und 203 weiße Amerikaner. Ziel war es zusätzlich zu untersuchen, ob die ethnische Herkunft einen Einfluss auf die Ergebnisse haben könnte. Die Teilnehmer wurden gebeten, in detaillierten Fragebögen anzugeben, wie oft sie im vergangenen Jahr kalte oder warme Speisen und Getränke zu sich genommen hatten.

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Haben kalte Speisen und Getränke negative Effekte auf unsere Psyche? Eine neue Studie liefert interessante Erkenntnisse.© Getty Images | TatyanaGl

Dabei wurde nach Sommer und Winter unterschieden. Zudem gaben die Teilnehmer an, ob sie unter Symptomen wie Depressionen, Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Darmbeschwerden oder kalten Händen litten. Das Forschungsteam zog weitere Faktoren wie BMI, Alter, Alkoholkonsum, Rauchverhalten und belastende Lebensereignisse in die Analyse mit ein.

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Die Studienergebnisse verblüffen: Bei Teilnehmenden asiatischer Herkunft zeigte sich, dass der Konsum kalter Getränke, besonders im Sommer, mit einem erhöhten Risiko für psychische Probleme wie Ängste, Schlaflosigkeit und ein unangenehmes Völlegefühl einhergeht. Bei weißen Teilnehmern scheinen warme Speisen und Getränke im Winter die psychische Gesundheit positiv zu beeinflussen. Der tägliche Genuss von Tee, Suppen oder anderen warmen Mahlzeiten könnte demnach nicht nur Winterdepressionen entgegenwirken, sondern auch den Schlaf und die Verdauung verbessern.

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Grundsätzlich zeigte sich: Gerade Menschen, die zu kalten Händen neigen, profitieren von warmer Ernährung, da diese die Durchblutung anregt. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Verdauung und das gesamte Nervensystem aus, erklären die Forscher. „Etwas so Einfaches wie die Temperatur unserer Speisen und Getränke kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben“, sagte Tianying Wu, Professorin für Epidemiologie an der SDSU und Hauptautorin der Studie. 

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Einschränkungen der Studie

Laut der Studie könnte der regelmäßige Konsum von warmen Speisen und Getränken in den kalten Monaten eine wichtige Rolle spielen, insbesondere wenn es darum geht, Depressionen vorzubeugen. Studienleiterin Wu betonte, dass vor allem Menschen mit schlechter Durchblutung von diesem Effekt profitieren könnten.

Dennoch weist die Untersuchung einige Einschränkungen auf: Obwohl sie ethnische Unterschiede und mögliche Störfaktoren einbezieht, wurden die Daten nur einmalig erhoben und stellen somit lediglich eine Momentaufnahme dar. Außerdem bleibt unklar, ob sich die Beobachtungen auf ältere Menschen, Kinder oder andere ethnische Gruppen übertragen lassen. Die Studie eröffnet dennoch spannende Einblicke in die mögliche Verbindung zwischen der Temperatur unserer Lebensmittel und der geistigen Gesundheit.