Migrationsdebatte

NRW-Minister Stamp beklagt Verrohung des Klimas

NRW-Intergrationsminiter Stamp kritisiert die Debattenkultur in Deutschland.

NRW-Intergrationsminiter Stamp kritisiert die Debattenkultur in Deutschland.

Düsseldorf.   NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) hat eine Verrohung des gesellschaftlichen Klimas beklagt – vor allem in der Migrationsdebatte.

NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) zeigt sich besorgt über die Debattenkultur im Lande. „Ich beobachte mit Sorge, wie sich das Klima in der Gesellschaft entwickelt. Gerade mit Blick auf Kommentare in den sozialen Netzwerken, ist zunehmend eine Verrohung im Umgang zu beobachten“, sagte Stamp der WAZ.

Vor allem beim Thema Migration fordert der Liberale eine allgemeine Rückbesinnung auf einen sachlichen Umgang mit Problemen: „Wir sind als offene Gesellschaft gefordert, mit Vernunft entgegenzutreten. Und wir müssen viel stärker zeigen, wie viele positive Beispiele es für gelungene Integration gibt.“

Diskussion über Prügelattacke von Amberg

Stamp reagierte damit auf die bundesweite Diskussion über eine Prügelattacke von vier alkoholisierten Asylbewerbern im bayerischen Amberg am Jahresende. „Wir brauchen nicht ständig einen Überbietungswettbewerb neuer Gesetzesvorschläge, sondern die konsequente Umsetzung des bestehenden Rechts“, sagte Stamp. Der Staat müsse mit aller Konsequenz gegen diejenigen vorgehen, „die sich nicht an unsere Spielregeln halten - und zwar unabhängig von ihrer Herkunft“. Die Landesregierung hat vor Weihnachten eine Integrationskampagne gestartet, die im Internet und auf Großplakaten erfolgreiche Migranten aus NRW zeigt.

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