Verkehr

Landesregierung plant 20 Milliarden Euro für NRW-Autobahnen

Auf 22 Autobahn-Abschnitten im Land soll sich 2018 viel tun. (Archivfoto)

Auf 22 Autobahn-Abschnitten im Land soll sich 2018 viel tun. (Archivfoto)

Düsseldorf.   Im Laufe des Jahres sollen in NRW 22 Engpässe an Autobahnen vorangetrieben werden. Im Ruhrgebiet liegt der Fokus auf der A42 und der A40.

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NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) will im Laufe dieses Jahres an 22 größeren Autobahn-Abschnitten im Land Bauarbeiten zur Engpass-Beseitigung vorantreiben oder neu beginnen. Das geht aus einem „Masterplan“ hervor, den das Land erstmals vorgelegt hat. Dadurch soll der Planungsprozess und Baufortschritt für die Bürger transparent gemacht werden. Bis zum Jahr 2030 sollen in NRW insgesamt 20 Milliarden Euro in 200 Teil-Projekten verbaut werden, die im Fernstraßenbedarfsplan des Bundes vorgemerkt sind.

Im Ruhrgebiet geht es um die A42 und die A40

„Es macht keinen Sinn, überall gleichzeitig anzufangen. Der Fokus liegt zunächst auf der Engpass-Beseitigung“, erklärte Wüst gestern in Düsseldorf. Im Ruhrgebiet liegt dabei 2018 das Hauptaugenmerk auf dem Ausbau der A42 zwischen Bottrop-Süd und dem Autobahnkreuz Herne sowie auf der A40 zwischen Duisburg-Kaiserberg und Essen-Frohnhausen. Ein Abschluss der Arbeiten wird hier bis 2030 bzw. 2028 erwartet. In Süd-Nord-Richtung soll das Revier derweil durch den zügigen Ausbau der A43 zwischen Bochum-Querenburg und -Riemke sowie der A52 zwischen Autobahnkreuz Essen-Nord und Gelsenkirchen-Buer entlastet werden. Ein Ende der Arbeiten ist für 2025 bzw. 2028 angepeilt. Dem östlichen Ruhrgebiet soll über den raschen Ausbau der A45-Anbindung an den Rhein-Main-Raum geholfen werden. Dort sollen in den kommenden 15 Jahren sämtliche Brücken erneuert werden, um die Schwerlastroute um die Region Südwestfalen wieder leistungsfähig zu machen.

Verkehrsminister löst Wahlkampf-Versprechen ein

Mit dem „Masterplan“ löst Verkehrsminister Wüst ein zentrales Wahlkampf-Versprechen ein: „Wir wollen zeigen, was wir tun, und müssen mit strukturiertem Vorgehen dafür sorgen, dass trotz Bauhochlaufs der Verkehr nicht zum Erliegen kommt.“ Regional bedeutsame Projekte des „vordringlichen Bedarfs“ kommen dagegen erst zum Zuge, sobald die akute Engpass-Beseitigung Planungskapazitäten lässt. Hierzu zählen etwa der Ausbau der A44 Dortmund-Unna oder die A46 Hemer-Menden. Ziel bleibe es, dass bis 2030 alle Maßnahmen des Fernstraßenbedarfsplans zumindest begonnen würden, so Wüst. Das Versprechen der neuen Landesregierung, pro Jahr mindestens zwölf Planfeststellungsbeschlüsse bei Autobahnen und Bundesstraßen zu erwirken, werde eingehalten.

Zu den größten Brücken-Projekten des Landes, die neben den Engpass-Beseitigungen mit Hochdruck vorangetrieben werden, zählt der Neubau der Rheinquerungen der A1 in Leverkusen und der A40 in Duisburg-Neuenkamp.

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