Istanbul kündigt Städtepartnerschaft mit Rotterdam auf

Eine türkische Fahne weht am 12. März auf dem Dach des niederländischen Konsulats in Istanbul, Türkei. Ein Demonstrant war am Sonntag in das hoch gesicherte Gebäude eingedrungen und hatte die Fahne der Niederlande zwischenzeitlich durch die türkische Flagge ersetzt.

Foto: - / dpa

Eine türkische Fahne weht am 12. März auf dem Dach des niederländischen Konsulats in Istanbul, Türkei. Ein Demonstrant war am Sonntag in das hoch gesicherte Gebäude eingedrungen und hatte die Fahne der Niederlande zwischenzeitlich durch die türkische Flagge ersetzt. Foto: - / dpa

Istanbul.  Auf Geheiß des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat die Stadtverwaltung von Istanbul die Partnerschaft mit Rotterdam aufgekündigt.

Der Streit zwischen der Türkei und der Niederlande geht in eine neue Runde. Nach dem Auftritts- und Einreiseverbot für türkische Minister, den "Massaker"- und "Nazi"-Vorwürfen, hat der türkische Präsident nun veranlasst, dass die Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Rotterdam einseitig aufgekündigt wird. Das berichten am Mittwoch übereinstimmend mehrere türkische Medien.

Die Verwaltung der türkischen Metropole habe die "Bitte" Erdogans umgehend in die Tat umgesetzt. Zuletzt hatte es auch Proteste vor holländischen Staatsvertretungen in Istanbul gegeben. Ein Demonstrant hatte dabei die niederländische Flagge vom Dach des Konsulats in Istanbul entfernt und durch eine türkische Fahne ersetzt. Außerdem bewarfen wütende Türken Vertretungen der Niederlande mit Eiern. Der holländische Botschafter darf zur Zeit nicht in die Türkei einreisen. (sat)

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