Siegmund rechnet mit genug Stimmen für Rausch: „Ein geeigneter Kandidat“
Der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat seinen Parteikollegen im Interview mit dem Deutschlandfunk als „geeigneten Kandidaten“ bezeichnet. Der AfD seien in den vergangenen Jahren Positionen „vorenthalten worden“, sagte er. „Wenn alles gut läuft, werden wir heute den ersten Landtagspräsidenten der AfD hier heute möglich machen.“ Er rechne mit mehr als den notwendigen Stimmen, sagte er weiter.
Das BSW hatte bereits angekündigt, den AfD-Kandidaten unterstützen zu wollen. Gemeinsam mit den AfD-Abgeordneten kämen sie auf 44 Stimmen im Landtag für Rausch. „Alles ist möglich“, sagte Siegmund optimistisch im Deutschlandfunk. Auch, dass mehr als 44 Abgeordnete für den AfD-Kandidaten stimmen könnten, schloss er nicht aus. „Jede Stimme mehr wäre ein gutes Zeichen, auch für die Einsetzung einer ersten AfD-geführten Regierung im Dezember, das ist ja der nächste Schritt“, sagte Siegmund.
Er lobte Rausch als durchsetzungsstark und neutral, er kenne die Geschäftsordnung sehr gut und könne Personal gut führen. „Er wird verantwortungsvoll die Geschicke des Landtags leiten als Landtagspräsident, natürlich neutral für alle anderen gleich“, sagte Siegmund mit Hinblick auf eine mögliche Wahl Rauschs.
Gefragt zur Verwandtenaffäre um Rausch, der unter anderem seine Geschwister und seinen Schwager bei Parteikollegen als Beschäftigte untergebracht hatte, sprach der AfD-Politiker von „kaltem Kaffee“, der wieder aufgewärmt werde.