Nachdem ein ausländischer Geheimdienst den lokalen Behörden einen Hinweis gegeben hatte, nahm ein Spezialeinsatzkommando am späten Donnerstagabend einen Deutschen (33) in Unna und zwei Syrer (20, 24) in Hagen in Gewahrsam. Der Geheimdienst war zu der Erkenntnis gelangt, dass der Verdacht auf die Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat vorlag. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen bestand der Verdacht einer ideologischen Nähe zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Der Deutsche soll zum Islam konvertiert sein. Nach Informationen dieser Zeitung sollen Chats der Betroffenen ausgelesen worden sein.  

Zuerst hatte die „Bild” berichtet, die drei Männer hätten sich im Internet über einen möglichen Anschlag mit Waffen ausgetauscht haben. Ob das wirklich so war, will die Polizei auf Anfrage bislang nicht bestätigen. Auch weitere Hintergründe zu den Vorgängen rund um die drei Männer, gab die Polizei auf Anfrage am Freitagvormittag nicht heraus.

Unterdessen sind die beiden Männer (20 und 24), die am Donnerstagabend vom SEK in der Kampstraße in Hagen in Gewahrsam genommen worden waren, wieder auf freiem Fuß. Um 11.18 Uhr verließen sie das Polizeigewahrsam in Hagen. Auf persönliche Ansprache vor Ort äußerte sich keiner der beiden.

Diese Zeitung informiert an dieser Stelle, sobald es neue Erkenntnisse rund um den möglichen Terrorverdacht gibt.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen darf in einem Terror-Verdachtsfall Personen präventiv bis zu 14 Tage in Gewahrsam nehmen, wenn ein Richter das entscheidet. Erhärtet sich der Verdacht nicht, muss der Gewahrsam aufgehoben werden. 

Der Zugriff am Donnerstagabend war laut Polizei in enger Abstimmung mit dem Landeskriminalamt (LKA) und weiteren beteiligten Sicherheitsbehörden erfolgt.

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