Er ist einer der ranghöchsten Geheimnisträger von Deutschland. Und doch waren die private Handynummer, E‑Mail-Adresse und Anschrift des Bundesnachrichtendienst-Vize Dag Baehr ohne Weiteres im Internet zu finden. Dies ergaben Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ und des WDR.
Datenleck bei US-Auktionshaus: Private Nummer von BND-Vize veröffentlicht
Der Grund ist laut SZ und WDR ein Datenleak eines US-amerikanischen Online-Auktionshauses, das 2020 gehackt wurde. Die Hacker hatten die Daten von mehr als drei Millionen Kunden ins Netz gestellt – darunter auch von Baehr. Das Auktionshaus gab an, die Betroffenen zur Zeit des Datenleaks per E-Mail informiert zu haben.
Die Telefonnummer von Baehr sei allerdings bis heute noch aktiv. Gegenüber WDR und SZ gab dieser an, die Nummer ausschließlich privat zu nutzen. Später gab er an, dass dies ein Fehler gewesen sei, den er korrigiert habe, zitieren WDR und SZ. Allerdings gaben auch Militärangehörige und Beamte gegenüber SZ und WDR an, nur diese Nummer von Baehr zu kennen – ohne private Kontakte mit ihm zu pflegen.
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Nato warnte vor Spionageversuchen
Zwar war Baehr im Jahr 2020 noch nicht beim BND, von sicherheitspolitischem Interesse allerdings schon. Damals leitete er das Kommando Strategische Aufklärung der Bundeswehr und davor die Elite-Einheit Kommando Spezialkräfte (KSK). Seit September 2023 ist Baehr Vizechef des Bundesnachrichtendiensts.
Innerhalb der Nato soll es, laut SZ und WDR, bereits Warnungen vor Spionagemethoden gegeben haben. Mit der E-Mail-Adresse und Telefonnummer lassen sich Aufenthaltsorte, Hobbys oder auch Geheiminformationen nachvollziehen. Gerade russische Agenten seien für Methoden dieser Art bekannt.
aino



![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)


