Der Ton im Bundestag ist zuweilen rau. Das bekam am Freitag auch AfD-Mann und Weidel-Vertrauter Markus Frohnmaier zu spüren. Der Grünen-Abgeordnete Robin Wagener bezeichnete Frohnmaier als „Moskau-Minion der AfD“. Das zog Konsequenzen nach sich. Für den Seitenhieb erhielt Wagener einen Ordnungsruf – ausgerechnet von Bundestagsvizepräsident und Ex-Grünenchef Omid Nouripour.
Auslöser der verbalen Entgleisung war eine Debatte zu einem AfD-Antrag mit dem Titel „Keine EU-Mitgliedschaft und keine militärischen Beistandsgarantien für die Ukraine“. Nach Frohnmaiers Beitrag warf der Grünen-Politiker Frohnmaier vor, er habe „wieder pflichtbewusst das Memo aus dem Kreml“ vorgetragen.
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Später unterbrach Nouripour die weitere Debatte. Die Bezeichnung „Moskau-Minion“ sei „eindeutig herabsetzend“, begründete Nouripour den Ordnungsruf.
AfD-Politiker Frohnmaier unterhält Kontakte nach Moskau
Die Minions sind kleine gelbe, pillenförmige Fantasiewesen aus einem US‑Animationsfilm. Sie dienen dort dem Bösewicht Gru. Der englische Begriff „Minion“ bezeichnet einen „Handlanger“, „Diener“ oder „Untertan“.
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Frohnmaier unterhält seit Jahren Kontakte nach Moskau und nahm im Juni in Sankt Petersburg an einem Forum unter Schirmherrschaft von Präsident Wladimir Putin teil. Er weist Vorwürfe einer Kremlnähe zurück. Frohnmaier versteht seine Russlandkontakte nach eigener Darstellung als Diplomatie, während Kritiker ihm vorwerfen, russische Interessen zu vertreten.
lro/dpa







