Manchmal reichen ein paar Schritte, um den Effekt zu fühlen: Man biegt an einem heißen Sommertag um eine Ecke, in eine Straße mit Bäumen, schon ist es ein paar Grad kühler. Oder umgekehrt: Man tritt auf einen gepflasterten Platz, ohne schattenspendendes Grün, und hat das Gefühl, gegen eine Wand zu laufen.
In Teilen Deutschlands werden die Temperaturen in dieser Woche an der 40-Grad-Marke kratzen – schon wieder. Und nein, für ein Land in einer gemäßigten Klimazone ist das nicht „einfach Sommer“, sondern Anzeichen einer Klimaveränderung, auf die wir uns endlich vorbereiten müssen.
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Seit der Hitzewelle im Juni kreist die Debatte um Anpassung an häufiger werdende heiße Tage vor allem um den Einsatz von Klimaanlagen. Und tatsächlich wird es an vielen Stellen wohl nicht ohne gehen – in Krankenhäusern, in Pflegeheimen oder Kitas, überall, wo sich Menschen aufhalten, für die extreme Temperaturen ein besonderes Risiko darstellen. Doch während im einzelnen Gebäude damit die Temperatur sinkt, heizen die Systeme die Stadt drum herum noch weiter auf.
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Klüger – und effizienter – als der flächendeckende Einsatz von Klimaanlagen ist es deshalb, auf natürliche Kühlung zu setzen. Etwa durch kluges Bauen, durch Begrünung von Fassaden oder eben durch mehr Büsche und Bäume in der Stadt. Durch den Schatten, den sie spenden, und die Verdunstung von Wasser können Bäume ihre Umgebung deutlich kühlen. Und nebenbei nehmen sie auch noch CO2 auf und reinigen die Luft.
Wichtig ist: Nur gesunde Bäume kühlen wirklich gut. Bäume pflanzen allein ist also nicht genug, man muss sich hinterher auch gut um sie kümmern.




