Am 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit sind Mitglieder der nationalistischen US-Gruppierung „Patriot Front“ durch Washington marschiert. Fotos und Videos in sozialen Medien zeigten Dutzende maskierte Menschen mit Fahnen vor dem Hauptbahnhof Union Station und im Viertel Capitol Hill. Laut „Washington Post“ zogen Hunderte uniformierte Mitglieder der Gruppe in Richtung Kapitol.

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USA: Patriot Front marschiert am Unabhängigkeitstag durch Washington

„Das Metropolitan Police Department verfolgt die heute Morgen im Viertel Eastern Market stattgefundenen Vorfälle, die unter das Recht auf freie Meinungsäußerung fielen“, teilte die örtliche Polizeibehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Trotz des Rechts „jedes Einzelnen, seine Meinung friedlich zu äußern“, wollen sich die Beamten für die öffentliche Sicherheit der Einwohner und Besucher der Hauptstadt einsetzen. An diesem Samstag feiern die USA ihren 250. Geburtstag.

Ein Fallschirmspringer landet vor dem Weißen Haus.
Ein Mitglied der US-Navy landet mit einer überdimensionierten US-Flagge im Schlepptau vor dem Weißen Haus.© AMID FARAHI

Die „Patriot Front“ (Patriotische Front) ist nach Angaben der Anti-Diskriminierung-Organisation (ADL) und des gemeinnützigen Southern Poverty Law Centers (SPLC) eine rechtsextreme und neonazistische Gruppierung. Sie entstand im August 2017 als Abspaltung der Organisation „Vanguard America“ nach rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville im Bundesstaat Virginia. Ziel der Gruppierung ist die Errichtung eines weißen Ethnostaates. Die Organisation fällt demnach durch straff durchorganisierte, teils unangemeldete Aufmärsche auf.

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Vizepräsident Vance weist Kritik an den USA in New York zurück

In New York hatte US-Vizepräsident JD Vance die Kritik an den Vereinigten Staaten zurückgewiesen. „Sie werden heute einige kleine, aber laute Stimmen hören, die wie besessen nicht von unserer nationalen Größe, sondern von unseren nationalen Unvollkommenheiten sprechen“, sagte Vance am Samstag in einer Rede im New Yorker Hafen, die er an Bord des Kampfschiffs „USS Kearsarge“ hielt. 

Das Segelschulschiff „Amerigo Vespucci“ der italienischen Marine vor der Freiheitsstatue in New York.
Das Segelschulschiff „Amerigo Vespucci“ der italienischen Marine vor der Freiheitsstatue in New York.© Angela Weiss

Er warf ihnen vor, mit „mit der Wut und dem Eifer“ eines Predigers über „Amerikas Sünden zu sprechen“. Dabei würden sie „das Wesen Amerikas missverstehen“, fügte Vance hinzu. Er rief die US-Bürger auf, „die zweidimensionale Sichtweise auf ihre Mitbürger und die zweidimensionale Sichtweise auf ihr Land abzulehnen“. 

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Kampfflieger im Hafen von New York.
Was auch nicht fehlen darf bei einer großen US-Party: blau-weiß-rote Rauchschwaden aus Kampffliegern.© Andres Kudacki

Zur Feier des US-Unabhängigkeitstags liefen am Samstag große Segelschiffe aus mehr als 20 Ländern in den New Yorker Hafen ein. Zudem flogen mehrere Militärjets, darunter die Kunstflugstaffel der US-Marine, über den Hafen und hinterließen dabei Streifen in den Landesfarben Rot, Weiß und Blau am Himmel.

dpa/afp/jcst